Pazifikwand aus der Dose im Polarium

Die Künstlergruppe ARTunique hat die Fassade des Technikgebäudes der Pinguine im Polarium des Rostocker Zoos in eine Pazifiklandschaft verwandelt

19. August 2019
Binia und Christian Hölzer an der neuen „Pazifikwand“, die vorher ziemlich trostlos aussah. Die Tierpfleger Anna Krasselt (li.) und Matthias Petzold (re.) sind beeindruckt von dem Kunstwerk (Foto: Zoo Rostock/Maria Seemann)
Binia und Christian Hölzer an der neuen „Pazifikwand“, die vorher ziemlich trostlos aussah. Die Tierpfleger Anna Krasselt (li.) und Matthias Petzold (re.) sind beeindruckt von dem Kunstwerk (Foto: Zoo Rostock/Maria Seemann)

Die Humboldtpinguine leben ursprünglich an den Pazifikküsten in Peru und Nordchile und auf den dort vorgelagerten Inseln. Ein Stück Heimatgefühl kommt nun für die 27 Vertreter ihrer Art auch im Polarium auf. Die Rostocker Künstlergruppe ARTunique um Binia und Christian Hölzer hat das Technikgebäude der Pinguine in eine Pazifiklandschaft verwandelt.

„Die Idee kam unserem Projektteam Polarium schon während des Baus, weil die schwarze Wand einfach zu trostlos aussah“, so Zoodirektor Udo Nagel. „Allerdings fehlte das Geld zur Realisierung der Pläne. Wir sind sehr dankbar, dass uns die WIRO Wohnen in Rostock Wohnungsgesellschaft mbH und die Stadtwerke Rostock mit der Finanzierung bei der Verwirklichung des Vorhabens unterstützt haben. Unsere Tierpfleger sind von der Umsetzung und künstlerischen Ausgestaltung schwer begeistert“, betonte Udo Nagel. „Die Anlage gewinnt mit dem Motiv deutlich an Ausstrahlungskraft.“

Vorab fand ein Wettbewerb unter regionalen Künstlern statt, bei dem sich ARTunique durchsetzen konnte. Die Rückwand des Technikgebäudes ist ca. 45 Quadratmeter groß. Vorgabe des Zoos war bei der Motivsuche eine natürliche, dem Lebensraum der Humboldtpinguine sehr nahe kommende Landschaft. Die raue Küstenregion des Pazifiks mit den gigantischen Anden haben Binia und Christian Hölzer frei Hand und komplett mit der Dose gesprüht. Die neue beeindruckende „Pazifikwand“ direkt am Wasserbecken der beliebten „Frackträger“ vermittelt den Besuchern nun auch einen Blick in das Lebensumfeld der laut Roter Liste gefährdeten Humboldtpinguine.

ARTunique (artunique.de) und den Zoo verbindet schon eine längere Zusammenarbeit, deren Spuren in ganz Rostock zu finden sind. Dank ARTunique trifft man überall in der Hanse- und Universitätsstadt auf wilde Bewohner des Zoos, vor allem auf Kabelverteilerschränken und Trafohäuschen der Stadtwerke Rostock. Seit nunmehr drei Jahren grüßt auch unübersehbar ein riesiger Fischotter die Autofahrer am Warnowtunnel. Die Gruppe ARTunique ist 2002 aus dem gemeinnützigen Verein „Graffiti-Freunde-Mecklenburg-Vorpommern e.V.“ hervorgegangen und gehört zu den bekanntesten Künstlern der Region.

Quelle: Zoo Rostock, Foto: Maria Seemann

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1 Kommentar

  • Michael Holtst sagt:

    Heimatgefühl bei in Gefangenschaft aufgezogenen Pinguinen? WTF!

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