Eva Mattes: „Wir können nicht alle wie Berta sein“

Am 16. Januar 2012 stellt Eva Mattes ihre Biographie in der Universitätsbuchhandlung Weiland vor

Eva Mattes
Eva Mattes

Wir können nicht alle wie Berta sein ist ein Zitat aus der Wildente von Henrik Ibsen – eines der Lieblingsstücke von Eva Mattes. Berta gibt es nicht als Rolle. Es wird in diesem Stück nur über sie gesprochen. Sie gilt als Beispiel für jemanden, der sein Leben meistert.

Mit zwölf Jahren erhielt Eva Mattes ihre erste Theaterrolle und spielte eine Zeitlang jeden Abend an der Seite von Carl-Heinz Schroth in der Kleinen Komödie in München. Schnell erkannte man ihr Talent auch beim Film. Sie arbeitete als Synchronsprecherin für die Kinderserien Lassie und Pippi Langstrumpf und übernahm bald auch die ersten kleinen Filmrollen. Der Traum ihrer frühen Kindheit wurde wahr.

Dass Eva Mattes damals bei jedem sch noch zischte, störte niemanden. Einzig die Schulnoten litten. Schließlich lernte sie in einer Münchner Schwulendisco Rainer Werner Fassbinder kennen, dessen Filme sie so begeisterten und der ihr wenig später die Hauptrolle in „Wildwechsel“ anbot. Sie sagte sofort zu und schaffte damit ihren Durchbruch. So avancierte sie in den siebziger und achtziger Jahren nicht nur zur Kultfigur des deutschen Autorenfilms, sondern auch zu einer der wichtigsten Bühnenschauspielerinnen des Landes. Mit allen großen Film- und Theaterregisseuren – ob Verhoeven, Reinhard Hauff, Werner Herzog oder Peter Zadek – arbeitete sie zusammen, und ihre provokanten Rollen sorgten immer wieder für großes Aufsehen.

In ihren Erinnerungen erzählt die beliebte Schauspielerin, die nie eine Schauspielschule besucht hat, nicht nur von ihren beruflichen Höhepunkten und Niederlagen, sondern auch von den vielen Herausforderungen, die sie privat zu meistern hatte. Ein sehr persönliches und intensives Buch, ein origineller Streifzug durch deutsche Theater- und Filmgeschichte, die bewegende Lebensgeschichte einer sympathischen Frau, die zwischen den Rollen zu sich selbst findet.

Eva Mattes, geboren 1954, ist die Tochter der Budapester UFA-Schauspielerin und Tänzerin Margit Symo und des Wiener Komponisten und Dirigenten Willy Mattes. Eva Mattes hat zwei Kinder (Hanna und Josef) und lebt mit dem österreichischen Künstler Wolfgang Georgsdorf in Berlin.

16. Januar 2012
Beginn: 20.15 Uhr
Einlass: 20.00 Uhr
Eintritt: 10,- Euro / erm. 8,- Euro
Ort: Universitätsbuchhandlung Weiland, Kröpeliner Str. 41

Quelle: Weiland Rostock, Foto: Wolfgang Georgsdorf

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