„Azubis on Ice“ in der Eishalle Rostock

Die Agentur für Arbeit machte einen Schritt auf die Schüler der Stadt zu und präsentierte Ausbildungsangebote in der Eishalle

27. März 2011, von

Christoph Möller„Azubis on Ice“, das klingt erst mal wie der Titel einer Eisrevue, bei der Auszubildende auf Kufen durch die Eishalle fegen. Weit gefehlt. Es handelte sich dabei um eine Kooperation der Agentur für Arbeit mit Antenne MV und den Norddeutschen Neuesten Nachrichten. Mit Eis hatte das Ganze nur insofern zu tun, dass der Schauplatz der gestrigen Veranstaltung tatsächlich die Eishalle in der Schillingallee war.

„Wir suchen immer Möglichkeiten, das Signal zu senden, dass es hier Arbeitsplätze und auch Ausbildungen gibt“, erzählte Christoph Möller, Leiter der Agentur für Arbeit Rostock. „Und wir suchen immer Möglichkeiten, das für junge Menschen interessant zu machen.“

Karina Jens und Roland Methling„Es ist wichtig, der Jugend zu zeigen, welche Möglichkeiten wir hier haben“, sagte Karina Jens, Präsidentin der Bürgerschaft. „Man muss nicht mehr aus Mecklenburg-Vorpommern weggehen, um eine Ausbildung zu bekommen!“ Und so sei es natürlich gut, da hinzugehen, wo die jungen Menschen ohnehin sind und ihnen dort einen Teil der Möglichkeiten zu zeigen.

In diesem Fall also die Eishalle, in deren Fluren sich gestern interessierte Schülerinnen und Schüler über Ausbildungsplätze informieren konnten. Von morgens um 10 bis abends um 10 präsentierten sich 15 Aussteller mit den Möglichkeiten, die ihre Unternehmen zu bieten haben.

Unternehmen in den Fluren der EishalleNeben Firmen wie Liebherr, REWE und Thyssen Krupp, präsentierte sich auch das Unternehmen Wockenfuß Hörakustik. „Wir haben eigentlich Ausbildungsplätze, die wir gerne anbieten würden, aber es gibt nicht genug Bewerber“, erzählte René Thimm, Filialleiter in Roggentin.

„Es gibt zu wenig passende Bewerber“, erklärte Geschäftsinhaber Tobias Wockenfuß diesen Umstand. „Man muss mit Leuten umgehen können, auf sie zugehen, aber auch die Anforderungen an die Schulausbildung sind relativ hoch. Mindestens einen guten Realschulabschluss, wenn nicht sogar Abitur.“ Das erfülle nun einmal nicht jeder der Bewerber.

Tobias Wockenfuß und René ThimmUm neben den ganzen ernsthaften Themen den Spaß nicht zu kurz kommen zu lassen, konnte jeder Schlittschuhe mitbringen und seine Runden auf dem Eis drehen. Um die Wischpausen jedoch so effektiv wie möglich zu nutzen, gab es speziell in diesen Zeiten ein Programm. Firmeninterviews zu Themen wie dem Vorstellungsgespräch und Auslandsaufenthalten, aber auch Vorstellungen von konkreten Ausbildungsplätzen. Durchzogen wurde der ganze Tag außerdem von Auftritten des Eislaufvereins und der Schülerband „Laid back rats“.

Eric Janssen war nicht wegen des kostenlosen Schlittschuhlaufens gekommen. Er habe zwar bereits eine Bewerbung verschickt, aber noch keine Antwort bekommen. In der Zwischenzeit wollte er sich noch ein wenig umsehen. „Ich hab auch schon allerhand gefunden, was mich interessieren würde“, sagte er. Natürlich sei das aber alles nicht seine erste Wahl.

Wie viele der anderen Schüler nun in die Eishalle gingen, um sich zu informieren und nicht einfach nur eiszulaufen, sei dahingestellt. Eine originelle Idee war es auf jeden Fall und es wird sicherlich nicht die einzige Initiative der Agentur für Arbeit bleiben, um die freien Ausbildungsstellen an den Schüler zu bringen.

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