Mince Pies 2013 in der Galerie wolkenbank

Ausstellung mit Lennart Alves, Maurice Doherty, Jürgen Eisenacher, Anett Frontzek, Pierre Granoux, Marthe Krüger, Juliane Laitzsch, Holger Lippmann, Kerstin Schiefner, Cindy Schmiedichen, Ruzica Zajec, Majla Zeneli, Janet Zeugner und Tanja Zimmermann

Jürgen Eisenacher in Galerie wolkenbank
Jürgen Eisenacher in Galerie wolkenbank

Die Galerie wolkenbank in Rostock beendet seit drei Jahren das Ausstellungsjahr mit der Ausstellung Mince pies. Zu dieser, in jedem Jahr einem anderen Thema zugewandte Gruppenausstellung, laden wir Künstlerinnen und Künstler der Galerie und Gäste ein. Das Thema 2013/14 lautet „Schiffe versenken“. Das ist ein vergnügliches, die Langeweile vertreibendes Spiel, manchmal ein gewaltsamer Akt, 2013 in Rostock auch mal das hollywoodreife Ende eines kulturpolitischen Desasters. Ende Mai versank vor der polnischen Ostseeküste ein Schiff, ein Stück Rostocker Kulturgut. Die „Georg Büchner“, stählernes Denkmal maritimer Geschichte und Objekt kontroverser Kulturpolitik, liegt nun in 37m Tiefe auf Sand. Die Kunst „Schiffe (zu) versenken“.

Beteiligt an der Ausstellung sind in diesem Jahr die Künstlerinnen und Künstler Lennart Alves, Maurice Doherty, Jürgen Eisenacher, Anett Frontzek, Pierre Granoux, Marthe Krüger, Juliane Laitzsch, Holger Lippmann, Kerstin Schiefner, Cindy Schmiedichen, Ruzica Zajec, Majla Zeneli, Janet Zeugner und Tanja Zimmermann.

Die Künstlerin Anett Frontzek, 2013 Stipendiatin im Schleswig-Holstein-Haus in Rostock, schreibt zu ihrer Zeichnung ‘Petit Déjeuner 1955 auf der MS Charlesville‘: „Ob es nur für die Besatzung des Schiffes oder auch für die Reisenden bereit stand, lässt sich der Speisekarte nicht entnehmen. Zumindest wechselte die Speisekarte des im Liniendienst zwischen Belgien und Belgisch-Kongo eingesetzten Schiffes täglich“.

Ende September erreicht unsere Galerie eine E-Mail aus dem Büro des Rostocker Oberbürgermeisters mit der Bitte um Streichung aus unserem Galeriepostverteiler. Einen Monat später wird (nach unserer freundlichen Nachfrage) das Begehren rückgängig gemacht „…Hierbei wurde … nicht darauf geachtet, das … uns auch wichtige lokale Einrichtungen regelmäßig über ihre Aktivitäten informieren und nicht gleichzusetzen sind mit Werbemails und ähnlichem. Wir bedauern dies und bitten Sie, uns wieder regelmäßig über Ihre Aktivitäten zu informieren.“ Dürfen wir das Schreiben aus dem Rathaus als Kurswechsels hin zu einer zukünftigen kommunikationsfreundlichen Kulturstadt Rostock interpretieren?

Lässig kommentiert Maurice Doherty den Titel seiner Arbeit ‘Rise Up’: “is a very straight forward statement and there is not much to say about it”.

  • Die Ausstellung kann noch bis 11. Januar 2014 mittwochs bis samstags von 14.00 bis 19.00 Uhr  sowie nach Vereinbarung in der Galerie wolkenbank (Wollenweberstraße 24) besichtigt werden.

Quelle: Galerie wolkenbank

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