Klassik trifft Pop in der HMT

Abwechslungsreicher Gesangsabend mit Studenten der Hochschule

4. Juni 2010, von
HMT-Studentin Rebekka Bernstein
HMT-Studentin Rebekka Bernstein

Nach etwas ungemütlichen Überraschungen zum Wochenanfang war gestern wohl einer der bisher schönsten Tage des Jahres. Da wird man beinahe optimistisch und glaubt noch an einen verspäteten aber heißen Sommer. Die Sonnencreme war da definitiv die richtige Entscheidung, meine Sonnenbrille hab ich den ganzen Tag über vermisst – sogar abends noch. Da könnte man fast meinen, die Sonne will sich bei der erstbesten Gelegenheit gleich für den ganzen langen und üblen Winter revanchieren. Wer hätte da was dagegen?

HMT-Studentin Lea Peters
HMT-Studentin Lea Peters

So war es auch zum Abend hin noch herrlich angenehm warm mit einer leichten Brise in der Luft, als ich auf dem Weg zur HMT war. Dort sollte unter dem viel versprechenden Titel „Klassik trifft Pop“ ein Gesangsabend mit Studenten der Hochschule stattfinden. Das Motto des Abends ließ jedenfalls schon mal auf ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Programm hoffen.

Nach anfänglichen Orientierungsschwierigkeiten fand auch ich mich vor dem Kammermusiksaal der HMT ein, wo schon andere Musikinteressierte und Eltern der Studenten auf den Einlass warteten. Die letzten Proben schienen allerdings noch im vollen Gange zu sein, sodass das Warten ein erstes Überfliegen des Programmheftes ermöglichte, welches überraschend schnell vergriffen war.

HMT-Studenten Maria Likhtermann und Frider Post
HMT-Studenten Maria Likhtermann und Frider Post

Im Gegenzug wurde der Gesangsabend ohne Umschweif begonnen. Später sagte man, dass eine Begrüßung und Einleitung in den Abend nicht für nötig gehalten wurden und man deshalb darauf verzichtet hatte. So begann das Programm mit „Wouldn’t It Be Loverly“ aus dem Musical „My Fair Lady“, vorgesungen von einer Studentin mit dem schönen Namen Coco Joura, die auf dem Klavier begleitet wurde. Ein gelungener Anfang, der das Publikum begeisterte und die Erwartungen für den weiteren Abend stark anhob.

HMT-Studentin Hsin-Han Chang
HMT-Studentin Hsin-Han Chang

Etwas dramatischer hingegen wurde es schon beim zweiten Lied. Die Studentin Rebekka Bernstein sang die Arie der Eurydike aus der Oper „Orpheus und Eurydike“, der Übergang zwischen Pop und Klassik war dabei fast unmerklich und sehr gelungen. Einen Sprung zurück zum Pop machte Lea Peters wieder beim nächsten Stück, als sie in Klavierbegleitung Karla Bonoffs „Goodbye My Friend“ sang.

Etwas Abwechslung und Auflockerung der Stimmung brachten anschließend Maria Likhtermann und Frider Post, die gemeinsam das Duett „Là ci darem La mano“ aus Mozarts Oper „Don Giovanni“ zum Besten gaben. Das Zusammenspiel beider Sänger vor den anmutenden Klängen des Flügels zog dabei nicht nur mich in seinen Bann.

Abschließendes Ensemble der HMT-Studenten
Abschließendes Ensemble der HMT-Studenten

Besondere Highlights waren später noch Hsin-Han Chang, die bei „My All“ mit Gitarre und Percussion begleitet wurde und für deren Stimme ich mich schon bei früheren HMT-Veranstaltungen begeistern konnte. Genauso wie Johannes Jenß, der Jamie Cullums „Photograph“ gleichzeitig auf dem Flügel spielte und sang.

Den unumstrittenen Höhepunkt und gleichzeitigen Abschluss des Abends stellte Robbie Williams „Angels“ dar, welches von fast allen Sängern des Abends gemeinsam und mit großer Begeisterung auf der Bühne gesungen wurde. Insgesamt war es ein sehr gelungener Abend, den die HMT mit ähnlichem Programm hoffentlich wiederholen wird.

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