BUND-Infostand zur Sanierung des Friedrich-Franz-Straße

Umweltbverband möchte mit Bürgern über die Zukunft der Lindenallee in der Warnemünder Friedrich-Franz-Straße auf dem benachbarten Kirchenplatz ins Gespräch kommen

Friedrich-Franz-Straße in Warnemünde
Friedrich-Franz-Straße in Warnemünde

Am Donnerstag, den 27. Oktober wird der BUND am Kirchenplatz von 16:30 bis 18 Uhr einen Informationsstand zu den geplanten Sanierungsmaßnahmen in der Friedrich-Franz-Straße aufstellen. Der BUND setzt sich für den Erhalt der dortigen Lindenallee ein. Außerdem sollen die dort lebenden Menschen an den Entscheidungen zu ihrer Straße angemessen beteiligt werden.

Dazu gehört nicht nur das Ankreuzen festgelegter Planungsvarianten, sondern eine detaillierte Information und öffentliche Diskussion, in der auch die Frage erlaubt sein muss, ob eine derart umfangreiche Sanierung überhaupt notwendig und erwünscht ist.

Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, vorbeizukommen. Es ist eine Gelegenheit, die eigene Meinung zu den Sanierungsplänen zu äußern und miteinander ins Gespräch zu kommen. Vom BUND wurde dazu auch ein Fragebogen erstellt, der am Stand ausgefüllt und abgegeben werden kann.

Im Laufe des Jahres 2012 ist die Sanierung der Friedrich-Franz-Straße geplant. Hier befindet sich eine geschützte Lindenallee mit insgesamt 48 Bäumen. Die Wurzeln einiger Bäume sind in die Pflasterung der Straße und des Gehweges hineingewachsen, die dadurch stellenweise angehoben wurde. Dadurch ist fraglich, ob im Zuge einer Sanierung die Bäume erhalten bleiben können oder gefällt werden müssen. Deshalb wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben, um festzustellen, welche Sanierungsarbeiten mit Baumerhalt möglich sind und welche nicht. Dieses Gutachten wurde am 2. August 2011 fertiggestellt, unserer Kenntnis nach bislang aber weder der Öffentlichkeit noch den Anwohnern zugänglich gemacht. Die für Mitte September zugesicherte Veröffentlichung im Internet wurde bislang nicht durchgeführt. Laut Gutachten ist jedenfalls eine grundhafte Erneuerung der Gehwege bei gleichzeitigem Erhalt der Bäume nicht möglich. Die Alternative lautet Baumfällung oder nicht-grundhafte Sanierung.

Anfang Oktober hat die Stadt nun die Eigentümer (nicht aber die ebenfalls betroffenen Mieter) in der Friedrich-Franz-Straße angeschrieben und ihnen vier Planungsvarianten (zwei mit und zwei ohne Baumerhalt) vorgelegt. Diese Informationen sind auch unter www.rostock.de zu finden. Innerhalb von vier Wochen sollen nun die Eigentümer dazu schriftlich ihre Meinung äußern. Erst im Anschluss an diese Meinungsäußerungen sollen die Ergebnisse ausgewertet und auf einer Versammlung vorgestellt werden.

Zu den Kosten: Die Sanierungskosten sollen für die vier Varianten in etwa gleich hoch sein. Sie gehen zu rund zwei Dritteln zulasten der Anwohner. Eine umfangreiche Sanierung verringert spätere Instandhaltungskosten, welche die Stadt zu tragen hätte. Auch wenn die Kostenfrage also für die Variantenentscheidung nicht ausschlaggebend ist, sollten die Anwohner doch zuvor erfahren, wie hoch ihr Straßenbaubeitrag ungefähr sein wird. Wir haben des Öfteren dargelegt, dass eine solche Information seitens der Stadtverwaltung problemlos möglich wäre. Leider können wir aus den allgemein zugänglichen Zahlen nur eine grobe Schätzung vornehmen: Im gesamten Sanierungsgebiet in Warnemünde mit insgesamt zehn Straßen schätzen wir die Belastung pro Haus auf durchschnittlich etwa 18.000 Euro.

 

Quelle: BUND-Gruppe  Rostock

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