„Aus der Kunstsammlung“ im Kulturhistorischen Museum

„Verfemte Moderne“ und „Kunst in Mecklenburg“ – Neue Dauerausstellung im Kulturhistorischen Museum Rostock

Kulturhistorisches Museum im Kloster zum Heiligen Kreuz
Kulturhistorisches Museum im Kloster zum Heiligen Kreuz

Am 27. Oktober 2011 um 17 Uhr eröffnet das Kulturhistorische Museum Rostock mit der Dauerausstellung „Aus der Kunstsammlung“ ein weiteres Highlight in seinen Räumen im Kloster zum Heiligen Kreuz. Mit der Präsentation wird zugleich der in den letzten zwei Jahren vollkommen neu gestaltete wie technisch aufwändig modernisierte Gemäldesaal wieder geöffnet.

Die Dauerausstellung mit Gemälden, Plastiken und Grafiken aus der bedeutenden Kunstsammlung des Museums umfasst zwei Themenbereiche. Mit einem Blick in das künstlerische Schaffen in Mecklenburg in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts öffnet sie den Blick auf eine Kunstlandschaft, entstanden fern der Kunstzentren, aber dennoch eindrucksvoll und vielfältig. Junge Künstlerinnen und Künstler aus dem Land brachten von den Akademien Gedanken und Anregungen mit. Die Schönheit Mecklenburgs zog weitere Künstlerinnen und Künstler an. Der Austausch in den Künstlerkolonien Ahrenshoop und Schwaan wirkte befruchtend. Namen wie Rudolf Bartels, Elisabeth von Eicken, Dora Koch-Stetter, Gustav Wallat oder Egon Tschirch stehen ebenso wie Kunstwerke von Ernst Barlach, Lovis Corinth und andere exemplarisch in der für die Kunst in Mecklenburg.

Das zweite Thema der neuen Dauerausstellung ist das der „Verfemten Moderne“. Mit Künstlern wie Oskar Schlemmer, Rudolf Belling, Erich Heckel, Ewald Mataré, Wilhelm Lehmbruck, Lyonell Feininger oder Gerhard Marcks präsentiert das Museum eine Auswahl aus der so genannten Sammlung Bernhard A. Böhmer, dem letzten bis heute geschlossen erhaltenen Bestand von Kunstwerken, der aus der Aktion „Entartete Kunst“, welche die Nationalsozialisten 1937 durchgeführt haben, stammt. Mit der Ausstellung, dem Begleitbuch und dem Film, die dazu entstanden sind, werden nicht nur Einblicke in das umfangreiche Konvolut gegeben, sondern zugleich Tatbestände über die grausame Kulturpolitik des deutschen Nationalsozialismus, der Verfemung von Kunstwerken wie auch Menschen, und damit einer der dunkelsten Abschnitte deutscher Geschichte aufgezeigt.

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