„Hungrig“ nach Kurzfilmen über Rostock

Zehn Schauspielstudenten und vier Jungregisseure präsentieren am 28. März ab 19.30 Uhr im Katharinensaal der HMT Kurzfilme zum Thema „Hungrig“

„Von Wölfen und Menschen“ - Regisseur und Filmemacher im Gespräch
„Von Wölfen und Menschen“ - Regisseur und Filmemacher im Gespräch

Die Hochschule für Musik und Theater (HMT) und das Institut für neue Medien präsentieren am 28. März ab 19.30 Uhr im Katharinensaal der HMT die Ergebnisse ihrer erfolgreichen filmischen Kooperation zum Thema „Hungrig“: Vier Kurzfilme sind aus der Zusammenarbeit von zehn angehenden Diplom-Schauspielern und vier Jungregisseuren der „Rostocker Schule“ entstanden.

Neben den Brettern, die die Welt bedeuten, müssen sich die angehenden Schauspielabsolventen der HMT im Rahmen ihrer Ausbildung auch vor der Filmkamera beweisen. Seit 2008 haben die Studenten im 3. Studienjahr die Möglichkeit, unter Anleitung von mehreren Jungregisseuren und unter filmischen Produktionsbedingungen an ihrem Spiel mit Mimik, Gestik und Sprechgestus zu feilen. „Reizvoll dabei war, die Kompetenzen der Hochschule und des Instituts für neue Medien zusammenzuführen“, erklärt Prof. Olaf Umlauft, Sprecher des Instituts für Schauspiel der HMT. „Junge Regisseure arbeiten mit dem schauspielerischen Nachwuchs, man fordert und fördert sich gegenseitig, reibt sich mit den jeweiligen Vorstellungen und entfaltet so das kreative Potential, um gemeinsam Erfahrungen zu sammeln und am Ende ein professionelles Ergebnis zu erreichen.“ So sind 2011 in dem sechszehntätigen Praxisworkshop zwei Kurzfilme, ein Trailer und ein längerer Film zum Thema „Hungrig“ entstanden, die am 28. März um 19.30 Uhr im Katharinensaal der HMT präsentiert werden.

Die Regisseure Mark Auerbach, Andreas Ehrig, André Jagusch und Holger Löwe haben das Thema „Hungrig“ als verbindendes Element ihrer Arbeiten gewählt. „Wir wollen mit unseren Filmen zeigen wie hungrig wir sind und wie hungrig unsere Stadt ist. Die Zusammenarbeit mit der HMT und den ebenso hungrigen Schauspielern ist ein perfektes Spielfeld für mich als Regisseur gewesen“, sagt Mark Auerbach, der den Kurzfilm „Nachts müssen alle Katzen raus“ mit den Schauspielstudenten Anne-Elise Minetti, Anna, Catharina Ortmann und Heisam Abbas drehte. In „Auszeit“ beschäftigt sich André Jagusch mit dem Thema Liebe und warum sie nie konstant ist, warum ein Partner immer mehr liebt als der andere und warum es so schwierig ist, hungrig auf das Leben zu sein und sich gleichzeitig in die „Gefangenschaft“ einer Beziehung zu begeben. Zusammen mit den beiden Schauspielstudenten Christian Baumbach und Sara Klapp sind in der Auseinandersetzung mit der Thematik eindrucksvolle Bilder und Symbole entstanden.

Klaus Blaudzun, Leiter des Instituts für neue Medien, freut sich insbesondere über das wachsende Netzwerk von Partnern und Unterstützern des Ausbildungs- und Filmprojektes. „Mit Hilfe der finanziellen Unterstützung der Kulturellen Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern, der HMT und vielen Spenden und Leihgaben von Förderern und Sponsoren war des den jungen Regisseuren und Schauspielern möglich, ihr Potential auszuschöpfen“, so Blaudzun. „Mit einer weitreichenden inhaltlichen Unterstützung, angefangen beim Drehbuchworkshop des Filmbüro M-V über die dramaturgische Beratung der Stoffe und Bücher bis hin zu einem Künstlerstipendium der Hansestadt Rostock, konnte in dem Projekt ein weiterer Schritt in Richtung professioneller Nachwuchsförderung geschafft werden.“

Die „Rostocker Schule“ ist ein Zusammenschluss von jungen, ambitionierten Filmemachern von Morphium Film und 8bar und Partnern wie dem Institut für neue Medien, der Hochschule für Musik und Theater und der Kulturellen Filmförderung M-V. Über sich selbst sagen sie: „Die Rostocker Schule 2012 bedeutet mehr denn je zu gleichen Teilen Schule – als Möglichkeit des gemeinsamen Lernens – und Stil – als gemeinsamer filmischer Ausdruck einer Region, die in der Arbeit mit Medien deutlich geringere Relevanz hat als die großen Medienzentren Deutschlands. Dafür ringt sie umso engagierter um Präsenz.“

Quelle & Foto: Institut für neue Medien

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