Möwenangriff in Warnemünde

Hinterhältige Viecher

13. Oktober 2009, von
Möwe am Alten Strom in Warnemünde
Möwe am Alten Strom in Warnemünde

Die Laridae, oder auch schlicht und einfach Möwe, bildet eine Vogelfamilie innerhalb der Ordnung der Regenpfeiferartigen. Klingt ja erstmal harmlos und irgendwie interessant. Aber bei meinem letzten Besuch in Warnemünde wurde ich eines besseren belehrt. Das herbstliche Wetter genießend, bestellte ich mir mal wieder ein Fischbrötchen.

Kurz vor meinem ersten Bissen spürte ich plötzlich und „aus heiterem Himmel“ einen leichten Schlag am Arm. Da hatte doch so ein dämliches Viech mit seinem Schnabel meine Fischfrikadelle demoliert. Ich schüttelte sie ab und musste danach noch seine Kumpels mit angedeuteten Fußtritten verjagen. Eigentlich sind ja Tauben die sogenannten „Ratten der Lüfte“. Nun jedoch gehören die Dinger mit ö dazu.

Möwe in Rostock-Warnemünde
Möwe in Rostock-Warnemünde

Passanten um mich herum schauten mich belustigt an und meinten: „Ganz schön frech, wa?“ Ich nickte freundlich. Nun schaute ich auf mein Brötchen und war mir nicht sicher, ob ich dieses zerzauste Etwas noch essen sollte. Aber ich bin sparsam und hatte Hunger, also war es in knapp 3 Minuten verputzt. Nachdem ich aufgegessen hatte, fiel mir das Wort Vogelgrippe ein. Na ja, Viren haben ja auch ihren Stolz.

Die ollen „Dinger“ nerven mich ja sogar im Rostocker Zentrum. Von den Omis gefüttert, hängen sie fast das ganze Jahr auf den Dächern der Häuser rum. Die lassen ihr Geschäft im Flug auf dem Balkon oder den Scheiben fallen und wecken mich dann noch zärtlich am Wochenende gegen halb sechs mit ihrem „Gequieke“.

Möwe in Warnemünde
Möwe in Warnemünde

Daher begrüße ich das seit 30.07.2009 geregelte Fütterungsverbot. Dies soll der starken Zunahme der Population entgegenwirken. Zuwiderhandlungen können mit bis zu 5000 € bestraft werden.

Also, liebe Warnemünder Gäste, passt auf Euren Fisch auf und sucht Schutz. Und denkt daran – bitte keine Möwen mehr füttern. Das ist erstens nicht artgerecht und zweitens verlieren sie die Scheu und klauen mir meine Fischbrötchen.

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