Nano4Hydrogen - Wasserstoff aus Sonnenenergie

Interdisziplinäres Projekt „Nano4Hydrogen“ vorgestellt

19. Februar 2010, von
Nano4Hydrogen Präsentation
Nano4Hydrogen Präsentation

Am Donnerstagvormittag bot die Universität Rostock die Möglichkeit, sich über das neu anlaufende Projekt Nano4Hydrogen zu informieren.

Wasserstofferzeugung aus Sonnenenergie – unter diesem Slogan stellten die beteiligten Wissenschaftler in einer kurzen Präsentation Art, Umfang und Ziele ihrer Arbeit vor und standen anschließend für Fragen zur Verfügung.

Das Forschungsprojekt Nano4Hydrogen gilt als Beispiel für interdisziplinäre Spitzenforschung im Department „Life, Light and Matter“ der Universität Rostock. Es läuft drei Jahre lang und wird vom Land Mecklenburg-Vorpommern mit einer Million Euro gefördert. Ziel ist es, geeignete Nanopartikel und –materialien zu finden, die die Spaltung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff durch Sonnenlicht ermöglichen und so neue Wege zur sauberen Energiegewinnung eröffnen.

Prof. Dr. Ralf Ludwig
Prof. Dr. Ralf Ludwig

Projektleiter Prof. Dr. Ralf Ludwig vom Institut für Chemie begann mit einer Einführung zum Thema und übergab das Wort dann seinen Kollegen Prof. Dr. Oliver Kühn, Prof. Dr. Stefan Lochbrunner und Dr. Henrik Junge. Sie erläuterten die Teilarbeit ihrer Institute und welche Möglichkeiten ihnen dort jeweils zur Verfügung stehen.

Die enge Zusammenarbeit der verschiedenen Institute und die Einbindung in das Projekt „Light2Hydrogen“, welches andere Möglichkeiten der Photokatalyse untersucht, ist ein wichtiges Merkmal des Projektes Nano4Hydrogen. So werden die in Rostock vorhandenen technischen Möglichkeiten und natürlich ein breites Spektrum an Wissen auf einzigartige Weise gebündelt.

Prof. Dr. Lochbrunner, Dr. Henrik Junge
Prof. Dr. Lochbrunner, Dr. Henrik Junge

Auch die Genehmigung von Fördergeldern war ein großer Schritt in die richtige Richtung. Sie sei ein Signal, dass die Politik die Dringlichkeit der Forschungsarbeit im Bereich der erneuerbaren Energien erkannt hat. Die Wissenschaftler waren sich einig, dass die Forschung zwar planbar ist, die Ergebnisse jedoch nicht. So ist eine industrielle Nutzung von Nanopartikeln bei der Photokatalyse von Wasser wohl erst in fernerer Zukunft abzusehen. Prof. Dr. Oliver Kühn betonte jedoch, dass die Grundlagenforschung die jetzt betrieben wird, nicht zu unterschätzen sei.

Nano4Hydrogen Forschergruppe
Nano4Hydrogen Forschergruppe

Es gilt, das Energieproblem der Menschheit in den nächsten 50 Jahren zu lösen. Das wird kaum von heute auf morgen gelingen.

Mit der interdisziplinären Grundlagenforschung im Rahmen von „Nano4Hydrogen“ und „Light2Hydrogen“ kann Rostock im internationalen wissenschaftlichen Wettbewerb aber ein paar Plätze gutmachen, und so einen nicht unerheblichen Teil zur Lösung des Problems beitragen.

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