Physiktag 2012 an der Universität Rostock

Das Institut für Physik der Universität Rostock lud die Schüler des Landes zum Staunen, Lernen und Gewinnen ein

8. März 2012, von
Drehimpuls: Schauvorlesung beim Physiktag 2012
Drehimpuls: Schauvorlesung beim Physiktag 2012

„Was die Welt im Innersten zusammenhält“, das wollte schon Goethes Universalgenie Faust erforschen. Die Physiker der Universität Rostock haben da eine ganz klare Antwort: „Elementarteilchen“. Den Kräften des Universums und ihren Wechselwirkungen auf der Spur stand der diesjährige Physiktag unter dem Motto „Plusminus“. Ganz gemäß dem Thema mobilisierte das Institut für Physik eine Menge Kräfte zur Gestaltung des mittlerweile neunten Physiktages der Universität.

Mehlexplosion bei der Schauvorlesung zum Physiktag 2012
Mehlexplosion bei der Schauvorlesung zum Physiktag 2012

Auch in diesem Jahr hatten die Studenten der Fachschaft Physik wieder eine Schauvorlesung für die wissbegierigen Besucher des Physiktages vorbereitet. Dieses Jahr erarbeiteten sie das actionreiche Schauspiel „Indiana Jones auf der Suche nach dem verlorenen Monopol“. Die abenteuerliche Show im Audimax war wie immer gespickt mit Spezialeffekten aus der experimentellen Physik, deren Ursache und Wirkung den Zuschauern nebenbei verständlich erklärt wurden. So wurden die Besucher unter anderem Zeuge davon, wie man Mumien mit einer echten Mehlstaubexplosion verjagt, oder erfuhren, wie Bösewichte ihre Opfer mit dem Prinzip der Drehimpulserhaltung quälen.

Physiktag-Gewinner Henryk Laqua
Physiktag-Gewinner Henryk Laqua

Auch fand wieder der traditionelle „Leuchtturmwettbewerb“ statt, in dem die Schüler der Gymnasien Mecklenburg-Vorpommerns um den Wanderpokal „Rostocker Leuchtturm“ kämpften. In der Vorrunde des Turniers beantworteten die teilnehmenden Schüler der Klassenstufen 9 bis 12 physikalische Fragen rund um das Thema „Plusminus“. Nach dem Vorentscheid stand dann bereits der „Physik-Fuchs“ des Tages fest: Henryk Laqua vom Alexander von Humboldt Gymnasium Greifswald lieferte mit nahezu voller Punktzahl die beste Einzelleistung des Tages ab.

Physiktag: Wanderpokal des Leuchtturmwettbewerbs
Physiktag: Wanderpokal des Leuchtturmwettbewerbs

Nach der Vorrunde traten die vier besten Gymnasien der Einzelwertung mit Teams ihrer vier besten Schüler gegeneinander an. In der Endrunde standen die Gymnasiasten der CJD Christophorusschule Rostock, die Schüler des Albert Einstein Gymnasiums Neubrandenburg, die Teilnehmer vom Alexander von Humboldt Gymnasium Greifswald und das Team vom Katharina von Hagenow Gymnasium Barth.

Dr. Josef Tiggesbäumker
Dr. Josef Tiggesbäumker

Im Wettbewerb der besten Teams mussten die Gymnasiasten einer Jury beweisen, wie gut und fachlich kompetent sie die Experimente und physikalischen Phänomene erklären können, die Dr. Josef Tiggesbäumker ihnen als Rätsel aufgab. Hättet ihr aus dem Stegreif gewusst, warum die Flamme einer Kerze sich an einem Metallgitter vorbei neigt, statt durch es hindurch zu züngeln? Die Teilnehmer kannten nicht nur die Ursachen dieses Effekts, sie hielten der Jury und den Anwesenden im Hörsaal sogar Impulsvorträge über ihre Lösungen.

Gewinner des Physiktages 2012: Humboldt Gymnasium Greifswald
Gewinner des Physiktages 2012: Humboldt Gymnasium Greifswald

Als Sieger des Leuchtturmwettbewerbes 2012 ging das Team des Alexander von Humboldt Gymnasiums Greifswald hervor. Die vier Jungs freuten sich über den Wanderpokal und die gewonnene Busreise in ein selbst gewähltes Science-Center in Deutschland für sich und ihre Mitschüler.

Welche Kräfte auf mikroskopischer Ebene in den Elementarteilchen wirken und wie diese nachgewiesen und genutzt werden, konnten Schüler am Physiktag noch bis in den Nachmittag hinein in Vorträgen und Experimenten der Rostocker Physiker beobachten und verstehen lernen. Zahlen gibt es dazu noch nicht, aber wer weiß, vielleicht werden die Veranstalter den einen oder anderen Schüler im Rostocker Institut für Physik als Studenten wiedertreffen.

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