8. Physiktag der Universität Rostock 2011

Das Institut für Physik versuchte wieder, Schüler für die Wissenschaft und für ein Physikstudium an der Uni Rostock zu begeistern

1. März 2011, von

„Zeit ist das, was man an der Uhr abliest“, sagte einst Albert Einstein. Und Zeit war auch das Motto des achten Physiktages der Universität Rostock. Schüler von der neunten bis zur zwölften Klasse waren eingeladen, einen Tag Universitätsluft zu schnuppern und ihr Physikwissen zu präsentieren.

Im Mittelpunkt stand wie jedes Jahr der Wettstreit um den Wanderpokal „Rostocker Leuchtturm“. Dieses Jahr hatten sich 18 Schulen aus ganz Mecklenburg-Vorpommern angemeldet, um ihre Schüler ins Rennen zu schicken. Der Startschuss für den Vorausscheid fiel um Punkt 08:23 Uhr, eine doch etwas irritierende Zeit. „Das war ein kleiner Gag, weil das Thema ja die Zeit ist“, erzählt Viola von Oeynhausen, die das Ganze organisiert hatte.

8. Physiktag im AudimaxZunächst mussten alle Schüler einzeln ein paar Fragen beantworten, die mit der physikalischen Größe der Zeit zu tun hatten. Auf dem Flur des Audimax in der Ulmenstraße bangte Ute Albrecht mit ihren Schülern vom Alexander-von-Humboldt-Gymnasium in Greifswald mit. Sie waren die Sieger des letzten Jahres und hofften nun darauf, den Leuchtturm wieder mitnehmen zu können. „Alle anderen haben bisher auch immer zweimal gewonnen“, erzählt sie. „Es wäre schön, wenn wir das auch schaffen würden.“

Während dann die Fragebögen ausgewertet wurden, lauschten Schüler und Lehrer einer Schauvorlesung, die von Physikstudenten gestaltet und auch gehalten wurde. Um das junge Publikum in den Bann der Physik zu ziehen, hatten sich die Studenten überlegt, eine Folge der Simpsons zu inszenieren. So verstrickten sie die Handlung rund um Springfield mit den Experimenten, die Lust auf mehr machen sollten. Schließlich war der Grundgedanke des Physiktages der, mehr Studenten für das Physikstudium zu gewinnen. Tatsächlich hätten sich die Zahlen der Anfänger auch wirklich erhöht, erzählt Viola von Oeynhausen.

Rostocker Leuchtturmwettbewerb im AudimaxNachdem die Simpsons jeglichen Flüssigstickstoff verbraucht hatten, der zu finden war, ging es weiter im Programm und die vier besten Schulen wurden bekanntgegeben. Neben den Titelverteidigern vom Humboldt-Gymnasium schafften es außerdem noch das CJD aus Rostock, das Goethe-Gymnasium aus Stralsund und das Albert-Einstein-Gymnasium aus Neubrandenburg ins Finale.

Vier Schüler aus jeder Schule traten dann in vier Aufgaben gegeneinander an. Sie mussten physikalische Phänomene erklären oder im Vorfeld prognostizieren. Und das Ganze dann möglichst so, dass es jeder verstehen konnte.

Nachdem alle Punkte für Richtigkeit und Originalität vergeben waren, ging es an die Siegerehrung. Und tatsächlich blieb die Zwei-Siege-Tradition bestehen, wenn auch nur knapp. Der Leuchtturm trat seine Reise zurück nach Greifswald an und die Schüler des Humboldt-Gymnasiums können sich nun überlegen, wohin es mit ihrem Gewinn gehen soll. Dieser besteht nämlich aus einem Gutschein für eine Reise zu einem Science Center irgendwo in Deutschland.

Henryk Laqua, Fabian Schmied, Jonas Kath und Lukas Platz vom Alexander-von-Humboldt-Gymnasium GreifswaldNicht nur die Gewinner, sondern auch alle anderen, konnten danach vor Ort noch ein bisschen Wissenschaft entdecken. So fanden mehrere Vorträge zum Thema Zeit statt, die neben der physikalischen Seite auch die philosophische beleuchteten. Wer sich nicht einfach nur berieseln lassen wollte, der konnte aus drei interaktiven Angeboten wählen. So durfte zum Beispiel gleich noch mehr experimentiert werden.

Tja und dann war die Zeit auch schon wieder rum. Ob sie einem nun kurz oder lang vorkam, ist dann wohl relativ, wie Albert Einstein sagen würde. Inzwischen ist der „Rostocker Leuchtturm“ ein fester Termin in den Kalendern der Schulen geworden. So werden sich wohl auch im nächsten Jahr wieder die Schüler der neunten bis zwölften Klassen treffen und sich praktisch mit Physik auseinandersetzen.

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