Rolf Lappert: „Auf den Inseln des letzten Lichts“

Rolf Lappert stellt seinen Roman im Rahmen der LiteraTour Nord 2010 vor

19. November 2010, von
Rolf Lappert auf der Petrikirche
Rolf Lappert auf der Petrikirche

Die LiteraTour Nord führt durch Rostock und die zweite Station der Reise war Rolf Lappert. Der gebürtige Schweizer stellte am Dienstag seinen Roman „Auf den Inseln des letzten Lichts“ in der anderen buchhandlung vor. Doch bevor er lesen konnte, gab es auch für ihn die traditionelle Stadtführung von Literaturprofessor Lutz Hagestedt.

Ich durfte die beiden begleiten. Der Weg führte uns zuerst ins Rathaus, einen Überblick über Rostock gewinnen. Dann folgte die Marienkirche, in der wir mithilfe der Astronomischen Uhr herausfanden, dass Rolf Lappert an einem Sonntag geboren wurde. Weiter führte der Weg zur Petrikirche, von der aus sich der Autor Rostock von oben anschauen konnte. Dann ein Mittagessen im Kartoffelhaus, ein Spaziergang am Hafen, ein Blick in die Zoologische Sammlung und der Rückweg zum Hotel.

Rolf Lappert liest in der anderen buchhandlung
Rolf Lappert liest in der anderen buchhandlung

Schon bei der Führung gewann ich den Eindruck, dass Lappert ein sehr symphytischer Mensch ist, der sich jedoch jede Antwort genau überlegt. So machte er einen sehr besonnenen Eindruck, welcher sich auch auf der Lesung bestätigen sollte. Diese fand wieder in der anderen buchhandlung statt, da im Literaturhaus momentan umgebaut wird, wie Manfred Keiper, der Inhaber der Buchhandlung, berichtete.

Publikum bei der Lesung von "Auf den Inseln des letzten Lichts"
Publikum bei der Lesung von "Auf den Inseln des letzten Lichts"

Ungefähr 100 Gäste waren gekommen, um Rolf Lappert lesen zu hören. In seinem aktuellen Roman steht das Geschwisterpaar Megan und Tobey O Flynn im Mittelpunkt. Tobey sucht seine Schwester und kommt so auf eine Insel, auf der scheinbar Primatenforschung betrieben wird. Jedoch entdeckt er mit der Zeit, dass die Insel einige Geheimnisse beherbergt. Das Buch schneidet dabei sehr viele Themenkomplexe an, den Verlust der Eltern, Vegetarismus, Drogen und andere, doch die Beziehung der Geschwister steht im Mittelpunkt.

LiteraTour Nord 2010 mit Rolf Lappert
LiteraTour Nord 2010 mit Rolf Lappert

Eine Besonderheit des Romans ist sein Aufbau. Es gibt einen Prolog und einen Epilog, dazwischen wird erst Tobeys Zeit auf der Insel, dann seine Zeit in Irland und zuletzt werden noch Megans Erlebnisse dargestellt. So lösen sich anfängliche Rätsel erst gegen Ende und man bekommt einen ganz neuen Blickwinkel auf bestimmte Begebenheiten.

Ansonsten war alles wie immer bei der LiteraTour Nord. Nach der einstündigen Lesung gab es ein Gespräch mit Literaturprofessor Lutz Hagestedt. Dieses Gespräch war zwar wieder sehr amüsant, jedoch wenig informativ.

Hagestedt eröffnete mit der Frage, ob Lappert alleine lebt, was den Autor sichtlich überraschte: „So etwas wurde ich noch nie gefragt!“ Auch sonst war es diesmal hauptsächlich der Literaturwissenschaftler, der redete. „Ich will eigentlich gar nichts vom Autor wissen, ich bewundere ihn nur“, sagte er, um zu verdeutlichen, dass er die Moderation sehr anstrengend findet.

Rolf Lappert im Gespräch mit Lutz Hagestedt
Rolf Lappert im Gespräch mit Lutz Hagestedt

Anschließend durfte das Publikum wieder Fragen stellen. So entlockte ein Gast dem Autor, dass er nur äußerst ungerne recherchiert. Zwar reise er viel, übertriebene Recherche vermeide er aber.

„Jeder Autor sollte die Bücher schreiben, die er gern lesen würde“, sagte Lappert und sorgte so für ein gelungenes Schlusswort.

Dann wurden wie immer noch zahlreiche Bücher gekauft und natürlich auch vom Autor signiert. Wie die Chancen für den Schweizer stehen, kann man jetzt noch nicht beurteilen. Vielleicht sind wir nach der nächsten Lesung etwas schlauer. Bestritten wird sie am 7. Dezember von Iris Hanika, wieder in der anderen buchhandlung.

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