Carmina Burana am Volkstheater Rostock

Weltliche Gesänge für Soli, Chor und Orchester von Carl Orff

Carmina Burana am Volkstheater Rostock
Carmina Burana am Volkstheater Rostock

„Es wird doch eine anständige Sache werden, die sich gewaschen und rasiert hat“, schrieb Carl Orff 1934 an den Archivar Michel Hofmann, der ihm bei der Zusammenstellung der lateinischen und mittelhochdeutschen Texte für die „Carmina burana“ behilflich war. In einem Antiquariat war Orff auf eine Ausgabe des „Codex buranus“ gestoßen, einer um 1230 entstandenen Handschrift, die jahrhundertelang im Kloster Benediktbeuern aufgewahrt worden war.

Mit der Anrufung der antiken Schicksalsgöttin Fortuna beginnt Orffs Auswahl seiner „Benediktbeurer Lieder“. Die Unbeständigkeit des Glücks bildet den inhaltlichen Rahmen der weltlichen Lieder, die den Frühling, die Schenke („In taberna“) und schließlich die Liebe zum Thema haben. Die mittelalterlichen Texte zeichnen kraftvolle Bilder, und dies in einer teils deftigen Sprache. So heißt es in der Vagantenbeichte: „Bei den Sündern will ich sein / nicht bei den Erlösten! / Wenn die Seele flöten geht / muss der Leib mich trösten“ oder im Liebesteil: „Wenn Bursch und Mädel ganz allein / beisammen sind im Kämmerlein / dann wird sich alles finden / Liebe wird sich entzünden. / Mit Gliedern, Armen, Lippen, dann / ein unsagbares Spiel hebt an.“ „Son bischen Erotik“ war laut Orff durchaus gewünscht und angesichts der lateinischen Sprache ließ er Hofmann wissen: „Zum Glück versteht man die Schweinerein schlecht, aber so wird’s andern auch gehen.“

  • 04. Mai 2012 19:30 Uhr, Theaterzelt
  • 24. Mai 2012 19:30 Uhr, Theaterzelt
  • 28. Mai 2012 18:00 Uhr, Theaterzelt (Premiere, ABO PA)

Quelle: Volkstheater Rostock, Foto: Dorit Gätjen

Schlagwörter: Carl Orff (8)Klassik (74)Musik (321)Theaterzelt (19)Volkstheater (247)

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