DRK Wasserwacht Rostock startet in die Strandsaison 2026

Bis Mitte September sichern rund 250 ehrenamtliche Einsatzkräfte der DRK Wasserwacht Rostock die Strände von Warnemünde und Markgrafenheide ab.

26. Mai 2026
DRK Wasserwacht Rostock startet in die Strandsaison 2026 (Foto: DRK Kreisverband Rostock e.V.)
DRK Wasserwacht Rostock startet in die Strandsaison 2026 (Foto: DRK Kreisverband Rostock e.V.)

Mit dem offiziellen Saisonstart am 9. Mai 2026 hat die DRK Wasserwacht Rostock erneut ihren Wachdienst an den Stränden von Warnemünde und Markgrafenheide aufgenommen. Bis Mitte September sichern rund 250 ehrenamtliche Einsatzkräfte die Küstenabschnitte ab und sorgen täglich zwischen 9 und 18 Uhr für die Sicherheit tausender Badegäste an der Ostsee.

Je nach Saisonverlauf und Besucheraufkommen werden die Rettungstürme unterschiedlich stark besetzt. Besonders in den Sommermonaten Juli und August unterstützen wieder zahlreiche Ehrenamtliche aus ganz Deutschland den Wachdienst in Rostock.

Die Bilanz der vergangenen Saison zeigt die große Bandbreite der Einsätze: In 318 Fällen leisteten die Rettungsschwimmer Erste Hilfe – unter anderem bei Schnittverletzungen, Kreislaufproblemen, Insektenstichen oder Sportverletzungen. Zudem mussten 59 vermisste Personen am Strand gesucht werden. In 15 Fällen retteten die Einsatzkräfte Menschen aus gefährlichen Situationen im Wasser, 49 Mal wurde zusätzlich der Rettungsdienst alarmiert. „Glücklicherweise waren in der vergangenen Saison weder Reanimationen noch Todesfälle zu verzeichnen“, berichtet Wasserwacht-Koordinator Benjamin Wehner.

Damit die Einsatzkräfte nur in äußersten Ausnahmefällen zu lebensrettenden Maßnahmen greifen müssen, liegt ein wichtiger Schwerpunkt in der Aufklärung. Die Flaggen auf den Rettungstürmen verdeutlichen sichtbar, wie gefährlich das Betreten der Ostsee aktuell ist. „Wir haben einige Badegäste im letzten Jahr auf die Bedeutung der Flaggen-Signale hingewiesen oder aus dem Wasser gerufen, wenn sie trotz Badeverbot an der Mole oder roter Flagge schwimmen wollten“, berichtet der Wachdienst-Koordinator. Ein besonderes Augenmerk liegt in der Gefahr durch Strömungen an der Mole in Warnemünde. „Dort gilt aus gutem Grund ein Badeverbot“, so Benjamin Wehner. Die Wasserwacht appelliert an alle Strandbesuchenden, die Flaggensignale zu beachten – vor allem das der roten Flagge, die unmissverständlich bedeutet: Baden verboten! Für Fragen rund um Baderegeln und Flaggenkunde stehen die Ehrenamtlichen gerne zur Verfügung.

Für Einsätze ist die Wasserwacht Rostock technisch modern ausgestattet. Neben Rettungsbooten stehen sogenannte Rescue Water Crafts sowie jeweils zwei Quads pro Strandabschnitt zur Verfügung, um im Ernstfall schnell Hilfe leisten zu können.

Mit moderner Ausrüstung, umfangreicher Ausbildung und großem ehrenamtlichem Engagement sorgt die DRK Wasserwacht auch in diesem Sommer wieder dafür, dass die Strände von Warnemünde und Markgrafenheide für Einheimische und Urlaubsgäste sicher bleiben.

Quelle & Foto: DRK Kreisverband Rostock e.V.

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