Preisträger des 13. FiSH Filmfestivals 2016 gekürt

Der Experimentalfilm „postcolonisalism in 30 sqm“ von Clara Winter und Miguel Ferráez wurde zum Film des Jahres 2016 beim FiSH Filmfestival gekürt, der Publikumspreis geht an Johannes Kürschner und Franz Müller für ihr schräges DDR-Road-Movie „Simply The Worst“

22. Mai 2016
Der Experimentalfilm „postcolonisalism in 30 sqm“ von Clara Winter und Miguel Ferráez wurde zum Film des Jahres beim FiSH 2016 gekürt (Foto: Patrick Hinz)
Der Experimentalfilm „postcolonisalism in 30 sqm“ von Clara Winter und Miguel Ferráez wurde zum Film des Jahres beim FiSH 2016 gekürt (Foto: Patrick Hinz)

Im Rahmen des 13. FiSH-Filmfestivals wurde gestern Abend, am 21. Mai, der Hauptpreis „Film des Jahres“, dotiert mit einem Preisgeld in Höhe von 9.000 €, im M.A.U. Club Rostock vergeben. Aus über 340 eingereichten Filmen wurden insgesamt 32 Kurzfilme von jungen Filmemachern zwischen 6 und 26 Jahren, darunter Animationen, Dokumentationen, Video-Poems, Experimental- sowie Kurzspielfilme, in sieben Blöcken gezeigt.

Der Preisträgerfilm trägt den Titel „postcolonisalism in 30 sqm“ und wurde von der 25-jährigen Clara Winter aus Leipzig, gemeinsam mit ihrem Freund Miguel Ferráez aus Mexiko, eingereicht.

Der Experimentalfilm zeigt den skurrilen Versuch einer jungen deutschen Frau, ihrer „europäischen Schuld“ zu entkommen, indem sie sich als eine Art Hausmädchen einem Mexikaner zur Verfügung stellt. Dabei beginnt Sie eigene Regeln in diese besondere Art des Zusammenlebens zu installieren, die er anfangs dankbar annimmt. Der Experimentalfilm zeigt die unterhaltsame, an eine Reality-TV erinnernde Entwicklung ihres Zusammenlebens.

Das Preisgeld für den Wettbewerb „Junger Film“ setzt sich zusammen aus 4.000 Euro, zu gleichen Teilen gestiftet vom Rotary Club Heiligendamm und dem Kultusministerium MV, sowie einem Produktionsbudget der Landesregierung in Höhe von 5.000 Euro im Rahmen der Nachwuchsförderung der Kulturellen Filmförderung M-V.

Der Publikumspreis beim FiSH 2016 gab es für das schräge DDR-Road-Movie „Simply The Worst“ (Foto: Patrick Hinz)
Der Publikumspreis beim FiSH 2016 gab es für das schräge DDR-Road-Movie „Simply The Worst“ (Foto: Patrick Hinz)

Zusätzlich wurde ein Publikumspreis vergeben, dessen Gewinner durch die Abstimmung der Festivalbesucher ermittelt wurde. Der Preis setzt sich zusammen aus 777 Euro, bereit gestellt von der Rostocker Brauerei, sowie einem Sammelbetrag in Höhe von über 520 Euro, der im Laufe des bundesweiten Wettbewerbs von den Gästen gestiftet wurde.

Als Publikumsliebling entpuppte sich der schräge DDR-Road-Movie-Streifen „Simply The Worst“ von Johannes Kürschner und Franz Müller aus Dresden, in dem die Protagonisten Hindrich und Günther in ihrem Trabant zur unbezwingbaren Skipiste „Lomnitzer Scharte“ reisen. Der Publikumspreis wurde spontan durch den Festivalgrafiker Friedemann Ohse um ein 2.000 Euro Marketing-Budget aufgestockt. „Simply the Worst“ erhielt ebenfalls den 500 Euro schweren Sputnik-Preis des Kulturkosmos e.V. und wird auf dem Fusion Festival gezeigt.

Quelle & Fotos: FiSH, Patrick Hinz

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