Jo Jastram - Gedenkausstellung in der Kunsthalle Rostock

Rostocker Kunsthalle erinnert an den verstorbenen Künstler und zeigt Plastiken aus ihrer Sammlung

15. Januar 2011, von

Seit gestern erinnert die Rostocker Kunsthalle mit einer kleinen Ausstellung an Jo Jastram. Der Künstler, der 1928 in Rostock geboren wurde, zählt zu den bedeutendsten deutschen Bildhauern seiner Generation.

Am 7. Januar war er in Ribnitz-Damgarten gestorben.

„Jo Jastram war als Förderer, Ideengeber und natürlich als Künstler immer eng mit der Kunsthalle Rostock verbunden“, sagt Dr. Jörg‐Uwe Neumann, Betreiber des Ausstellungshauses.

Kunsthaller Rostock erinnert an Jo Jastram
Kunsthaller Rostock erinnert an Jo Jastram

Seit seiner Gründung hat das Kunstmuseum Arbeiten von Jo Jastram gesammelt und verfügt dadurch über eine der größten musealen Bestände des Künstlers überhaupt. 23 Plastiken werden seit gestern im Atrium des Hauses ausgestellt.

Porträt Verleger Peter Erichson 1962 Bronze
Porträt Verleger Peter Erichson 1962 Bronze

Die Älteste ist ein Bronzeporträt des Verlegers Peter Erichson aus dem Jahre 1962. Das jüngste Werk Jastrams in der Sammlung der Kunsthalle heißt „Fischerfrühstück“. Es handelt sich dabei um ein Detail vom Fischerbrunnen in Greifswald von 1987. „Da habe ich gerade bei ihm gearbeitet“, erinnert sich Ausstellungstechniker Christof Kraft, der die Präsentation der Figuren vorbereitet hat.

Ausstellung im Atrium der Rostocker Kunsthalle erinnert an Jo Jastram
Ausstellung im Atrium der Rostocker Kunsthalle erinnert an Jo Jastram

„Mit der Ausstellung wollen wir die Poesie und Kraft seiner künstlerischen Arbeit herausstellen“, beschreibt es Kurator Dr. Ulrich Ptak. „Mir bleibt die jahrelange Zusammenarbeit mit Jo unvergessen.“

„Für mich war er ein Gleichgesinnter, aber auch Lehrer“, erinnert sich Peter Baumbach, der mit seiner Frau Ute zur Ausstellungseröffnung gekommen war. Ihn verbindet eine lange Freundschaft mit Jo Jastram. „Ich habe ihn erlebt. Ob Gips, Wachs, Stein oder Ton – das Material hat sich an seine Hand geschmiegt und er war eins mit dem Material geworden“, erzählt der Architekt bewundernd.

Plastiken aus der Sammlung der Rostocker Kunsthalle von Jo Jastram
Plastiken aus der Sammlung der Rostocker Kunsthalle von Jo Jastram

Jo Jastrams enge Beziehung zum Kunstverein zu Rostock würdigte dessen Vorsitzender Wolfgang Friedrich am Abend im Rahmen der Ausstellungseröffnung „Licht und Schatten“ in der Galerie am Alten Markt. Jastram habe ein langes Künstlerleben gelebt, das eng mit Rostock verbunden war, sagte Friedrich. „Die Erinnerungen werden bleiben und seine Arbeiten werden präsent bleiben.“

Am 18. Februar wird es eine öffentliche Trauerfeier in der Nikolaikirche geben. Die Beisetzung des Künstlers wird im engen Familienkreis erfolgen.

Die Gedenkausstellung in der Kunsthalle kann dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr besucht werden.

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