Eröffnung der 9. Rostocker Lichtwoche 2010

Stadtwerke Rostock bringen Licht ins Dunkle

2. November 2010, von
Eröffnung der 9. Rostocker Lichtwoche
Eröffnung der 9. Rostocker Lichtwoche

Am Sonntag wurde die Uhr eine Stunde zurückgestellt und dadurch die dunkle Jahreszeit eingeläutet. Nun geht die Sonne schon gegen 17 Uhr unter und taucht die Stadt in Finsternis. Zum Glück gibt es wie in jedem Jahr nach der Zeitumstellung die Rostocker Lichtwoche, die dabei helfen soll, sich an die neue Situation zu gewöhnen.

Zentrale Anlaufstellen sind, wie schon in den letzten Jahren, das Zelt auf dem Uniplatz und das Haus der Stadtwerke Rostock AG, die Ausrichter der Veranstaltung sind. Die Eröffnung hat schon einmal einen guten Einblick gegeben, was uns in dieser Woche alles erwartet. So kündigte Oliver Brünnich, Vorstand der Stadtwerke, an, dass es in diesem Jahr wieder viel Altbekanntes geben wird, wie die Lasershow und das Feuerwerk zum Abschluss. Aber auch einiges Neues findet sich im Programm, wie die Reihe „Kunst auf der Treppe“, auf die er sich schon besonders freue.

Eröffnung der Lichtwoche 2010 mit Oliver Brünnich und Maskottchen Stromer
Eröffnung der Lichtwoche 2010 mit Oliver Brünnich und Maskottchen Stromer

Nach der kurzen Ansprache gab es neben dem Zelt eine kleine Feuerwerksshow als Einstimmung, die mit einer brennenden Neun abschloss. Die erste Lichtwoche fand übrigens schon 1928 statt. Damals haben die Unternehmer einen Weg gesucht, die neu in der Stadt etablierte Elektrizität zu präsentieren.

2003 folgte dann erst die zweite Lichtwoche, die im Zusammenarbeit von Studenten und den Stadtwerken wiederbelebt wurde.

Laternenwärterrundgang mit Willy Holzt
Laternenwärterrundgang mit Willy Holzt

Um sich an dem doch recht kalten Abend aufzuwärmen, konnte ein Glühwein oder ein Kinderpunsch getrunken werden, bevor der erste Laternenwärterrundgang startete. Einer der Stadtführer ist Willy Holzt. Er ist schon seit vielen Jahren Stadtführer und gerade die Rundgänge mit der Laterne sind ein großer Publikumsmagnet in der Lichtwoche. Da erfährt man im Schein der Nachtlampe etwa, dass vor 200 Jahren ein Erleuchtungsverein in der Stadt gegründet wurde und es heute noch sieben echte Gaslaternen in der Stadt gibt.

Gaukler Arne Feuerschlund mit Fackeln und einem Apfel
Gaukler Arne Feuerschlund mit Fackeln und einem Apfel

Als der Rundgang vorbei war, begann auch schon die nächste Show. Vor dem Zelt der Stadtwerke hatte Gaukler und Feuerkünstler Arne Feuerschlund seinen Platz eingenommen. Umringt von einer großen Menschenmenge spielte er nicht nur mit dem Feuer, sondern auch mit dem Publikum. Mit viel Witz konnte er vor allem die Kinder auf seine Seite bringen. Trotzdem war natürlich die Feuershow das Highlight. So vollführte er einen Feuertanz, ließ Fackeln springen und jonglierte sogar mit zwei Fackeln und einem Apfel gleichzeitig, den er auch noch währenddessen aß. Ziemlich beeindruckend.

Lichtfiguren in der Kröpeliner Straße
Lichtfiguren in der Kröpeliner Straße

Weiter ging es danach durch die illuminierte Kröpeliner Straße zum Haus der Stadtwerke. Lichttore, beleuchtete Würfel und Figuren, sowie Neonbäume bringen Licht ins Dunkel. Auch das in unterschiedlichen Farben angestrahlte Hauptgebäude der Universität sieht sehr gut aus – Schade nur, dass man durch die Bauarbeiten nicht hineingehen kann, um den Uniplatz von oben zu sehen.

Kunst auf der Treppe mit Sornitza und Petia Patchinova
Kunst auf der Treppe mit Sornitza und Petia Patchinova

Im Kundencenter findet in diesem Jahr zum ersten Mal die Reihe „Kunst auf der Treppe“ statt. Bis Donnerstag gibt es jeden Tag ein Konzert mit Studenten der Hochschule für Musik und Theater, im Rahmen der Young Academy Rostock, dem internationalen Zentrum für musikalisch Hochbegabte. Den Anfang machten am Montag die Schwestern Sornitza und Petia Patchinova. Sie spielten auf den Violinen Werke wie Mozarts „Zauberflöte“ oder Vivaldis „Vier Jahreszeiten“, was vom Publikum mit viel Applaus belohnt wurde.

Als Abschluss noch ein Blick auf die Ausstellung von Bert Preikschat und, bei einem Glühwein, noch ein Gespräch mit dem Abteilungsleiter für Privatkunden, Norbert Olschewski. Der verriet mir, dass ungefähr 5700 Lichtelemente die Stadt zum Leuchten bringen. „Wir machen die Lichtwoche nicht aus einem künstlerischen Anspruch heraus, sondern um ein wenig Licht in die dunkle Jahreszeit zu bringen. Dafür haben wir um die 20 Helfer im Einsatz, alles echte Stadtwerkler, damit die Gäste auch kompetente Ansprechpartner haben.“ Jeden Abend wird der Lichtpfad übrigens kontrolliert, es kann ja doch mal eine Lampe ausfallen.

Noch bis zum Samstag ist die Stadt in Licht getaucht. Das Programm der 9. Rostocker Lichtwoche kann man hier finden. Es lohnt sich auf jeden Fall, die Angebote wahrzunehmen, bevor es ab nächster Woche wieder richtig düster wird.

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