Uni Rostock verabschiedet Open-Access-Erklärung

Als erste Hochschule in Mecklenburg-Vorpommern hat die Universität Rostock eine Open-Access-Erklärung verabschiedet, um wissenschaftliche Publikationen online für jedermann verfügbar zu machen

17. Dezember 2015
Prof. Ralf Bill, Initiator der Open-Access-Erklärung an der Uni Rostock (Foto: Uni Rostock)
Prof. Ralf Bill, Initiator der Open-Access-Erklärung an der Uni Rostock (Foto: Uni Rostock)

In der Wissenschaft setzt sich mehr und mehr der Gedanke durch, dass wissenschaftliche Publikationen allgemein online für jedermann verfügbar gemacht werden sollen. Die Allianz deutscher Wissenschaftsorganisationen hat dies bereits im Jahr 2003 in der „Berlin Declaration on Open Access to Knowledge in the Sciences and Humanities“ propagiert. Nach und nach bekennen sich mehr und mehr Hochschulen zu diesem Gedanken.

Im Dezember 2015 hat auch die Universität Rostock als erste Hochschule in Mecklenburg-Vorpommern eine Open-Access-Erklärung verabschiedet, in der sie allen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern empfiehlt, diesem Open-Access-Gedanken zu folgen und ihre Beiträge in Open-Access-Journalen einzureichen sowie Monographien und Sammelwerke auf Open-Access-Plattformen zu veröffentlichen. Die Universität Rostock ermutigt nachdrücklich alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, beim Abschluss von Autorenverträgen mit wissenschaftlichen Verlagen auf den Verwertungsrechten der elektronischen Versionen zu bestehen.

Prof. Ralf Bill als Initiator der Erklärung weist darauf hin, dass es diesbezüglich in den verschiedenen Wissenschaftsgebieten eine große Vielfalt gibt. Während in der Medizin oder den Naturwissenschaften Open-Access-Publikationen gang und gäbe sind, bestehe in den Geistes- und Ingenieurwissenschaften eine andere Publikationskultur. Geplant ist, Wissenschaftler an der Universität Rostock zu beraten, auf was sie bei Open-Access zu achten haben, welche Journale empfehlenswert sind und wie sie ihre Beiträge online einstellen können. Dazu soll das an der Universitätsbibliothek bereits bestehende Repositorium zu einem Open-Access-Online-Archiv ausgebaut werden. Und auch in der Lehre soll der Open-Access-Ansatz vermittelt werden, denn für den heute zumeist digital arbeitenden Studierenden bedeutet Open-Access einen direkten und erweiterten Zugang zu wissenschaftlichen Artikeln.

Quelle & Foto: Uni Rostock

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