Irakischer Kulturattaché an der Uni Rostock zu Besuch

Universität Rostock stärkt wissenschaftliche Kontakte in den Irak: Bilaterale Vereinbarungen unterzeichnet

25. April 2012
Kulturattaché Prof. Dr. A. Fadhil Al-Ameri (li) und Rektor Prof. Dr. Wolfgang Schareck bei der Unterzeichnung der Vereinbarung
Kulturattaché Prof. Dr. A. Fadhil Al-Ameri (li) und Rektor Prof. Dr. Wolfgang Schareck bei der Unterzeichnung der Vereinbarung

Die vielfältigen internationalen Aktivitäten und Kooperationen der Universität Rostock haben sich in den letzten Jahren auch sehr erfolgreich zu arabischen Staaten weiter vertieft. „Eine ganz besonders erfreuliche Entwicklung nehmen dabei die wissenschaftlichen Kooperationen mit dem Irak“, sagte der Rektor der Universität Rostock, Prof. Dr. Wolfgang Schareck anlässlich des Besuchs des irakischen Kulturattachès, Prof. Dr. A. Fadhil Al-Ameri, an der Universität Rostock.

Beide unterzeichneten heute Vereinbarungen über die bilaterale Zusammenarbeit des Irak mit der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät (Institut für Chemie) und der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik der Universität Rostock (Institut für Allgemeine Elektrotechnik). So entstehen strategische Partnerschaften, von denen beiden Seiten profitieren, sagt PD Dr. Bettina Eichler-Löbermann, Beauftragte der Universität für Internationalisierung.

Das Memorandum of Understanding zwischen dem Irakischen Forschungsministerium und der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät wurde von Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Langer initiiert, an dessen Lehrstuhl für Organische Chemie bereits viele irakische Wissenschaftler promoviert wurden und derzeit vier irakische Wissenschaftler tätig sind. Die Ergebnisse der Arbeiten irakischer Doktoranden wurden in ca. 40 Publikationen in hochrangigen internationalen Journalen veröffentlicht. Für seine Leistung zur Förderung der deutsch-irakischen Kooperation wurde Prof. Langer im letzten Jahr durch die irakische Botschaft ausgezeichnet. Auf Seiten der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik koordiniert vor allem der Lehrstuhl von Frau Prof. Dr. Ursula van Rienen die Kooperation mit irakischen Forschungseinrichtungen. Die thematischen Schwerpunkte liegen hier auf den Gebieten der Theoretischen Elektrotechnik und des Computational Engineering.

Der erste Kontakt kam vor zwei Jahren zustande, da einige irakische Studierende des von Frau Prof. van Rienen koordinierten internationalen Masterstudiengangs Computational Engineering durch ein staatliches Stipendium gefördert werden.

Kern der Vereinbarungen ist es, irakische Gastwissenschaftler, die mit irakischem Stipendium nach Deutschland kommen, in interessierten Arbeitsgruppen unterzubringen. „Die Universitäten des Irak und die Situation der Wissenschaftler sind durch den Krieg stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Wir möchten dazu beitragen, die Situation im Irak durch Kooperationen in Ausbildung und Forschung verbessern zu helfen“, so Rektor Schareck.

Quelle: Universität Rostock, Foto: ITMZ

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