An sich ist Klein-Rostock ja nicht gerade ein stinkendes Moloch. Saubere Straßen erwähnte ich bereits. Darüber hinaus gibt es in Rostock aber sogar eine Menge Bäume. Und, jetzt kommt’s, eine Menge Parks!
- In Berlin sind die Straßen verdreckt, ein paar Bäume klammern sich trotzig an den Asphalt, und die Parks sind Hundekotminenfelder. Ein Kulturschock also für mich, das alles.

Heutzutage soll sie aber niemanden mehr fernhalten; sie ist ganz einfach historisch wertvoll (wunderbar nichtssagende Formulierung, nicht wahr?). Genauso wie die erhaltenen Stadttore macht die Stadtmauer die bewegte Rostocker Geschichte greifbar und realistisch, und genau wie diese ist sie noch immer beeindruckend.

Mittlerweile kann man sich dort aber nicht nur Respekt für Geschichte einflößen lassen, sondern auch ganz prima entspannen. Viel Grün macht’s möglich: Familien mit Kindern, Hunde, junge Menschen. Vögel zwitschern, Trauerweiden lassen ihre langen Zweige ins Wasser hängen.
Finde ich alles sehr gut – beeinträchtigt die starke Atmosphäre nicht, im Gegenteil: die grünen Wallanlagen bieten eine ganz besondere Kulisse für kreative Freizeitgestaltung. Alt und neu verbinden sich in origineller Weise – Prost!