„Reichsbürger“ fährt Polizisten an
Ein Anhänger der Reichsbürgerbewegung bezweifelte vergangene Nacht in der Hamburger Straße die Rechtmäßigkeit einer Geschwindigkeitskontrolle und fuhr einen Polizeibeamten an
10. April 2016
Am 10.04.2016 gegen 00:30 Uhr kam es in Rostock in der Hamburger Straße Höhe Einmündung zum Braesigplatz zu einem gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr in Verbindung mit einer gefährlichen Körperverletzung zum Nachteil eines 55-jährigen Polizeibeamten des Autobahn- und Verkehrspolizeireviers Dummerstorf.
Der 32-jährige Tatverdächtige behinderte nach einer von ihm begangenen Ordnungswidrigkeit die Messbeamten des AVPR Dummerstorf bei der Durchführung einer Geschwindigkeitskontrolle. Den Grund hierfür fand der Tatverdächtige in der nach seiner Auffassung fehlenden Rechtsgrundlage für die polizeiliche Maßnahme. Er versuchte vor Ort die Beamten davon zu überzeugen, dass es kein geltendes Ordnungswidrigkeitenrecht gäbe. Offenbar handelt es sich bei dem Tatverdächtigen um einen Anhänger der sogenannten Reichsbürgerbewegung.
Schon im Rahmen der sich anschließenden Kontrolle des Tatverdächtigen trat dieser gegenüber den Beamten provokativ und teilweise aggressiv auf. Im Anschluss an die erfolgte Kontrolle fuhr der Tatverdächtige mit seinem Pkw Smart von der Kontrollstelle los, obwohl sich ein Beamter gerade vor dem Fahrzeug aufhielt. Er lud diesen auf und bremste nach ca. 25 m wieder stark ab, so dass der mitgerissene Beamte von der Motorhaube fiel. Der Beamte wurde hierbei glücklicherweise nur leichtverletzt.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Dabei wird neben den bereits genannten Delikten auch dem Verdacht einer politisch motivierten Tat nachgegangen.
Quelle: Polizeipräsidium Rostock
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