Bernd Begemann rockt den M.A.U. Club

Entertainer Bernd Begemann präsentiert aktuelle Hits und Klassiker

16. April 2011, von
Bernd Begemann
Bernd Begemann

Es war nicht alles perfekt am Freitagabend. Zuerst war der Gesang zu leise, dann löste sich der Gitarrengurt und mehrmals zog er das Gitarrenkabel aus dem Verstärker. Es ist Bernd Begemann, der am Freitag im M.A.U. Club mit einer One-Man-Show begeisterte.

Bernd Begemann veröffentlicht seit 1987 Alben, hat sich gelegentlich als Schauspieler versucht und präsentierte sich einer breiteren Öffentlichkeit mit dem Auftritt beim Bundesvison Song Contest 2010 in Hamburg. Unverständlicherweise erreichte er zusammen mit Dirk Darmstaedter nur den letzten Platz.

Bernd Begemann mit der Setlist von Clueso
Bernd Begemann mit der Setlist von Clueso

Obwohl Begemann auch häufig mit seiner Band „Die Befreiung“ unterwegs ist, kam er allein nach Rostock. Nur er, in einem legeren Jackett, mit Gitarre, einigen Rhythmusinstrumenten und einem iPod, der auf der Bühne an ein kleines Mischpult angeschlossen war. So konnte er bei einigen Songs die Band simulieren und in der etwa zwanzigminütigen Pause Lieder aus seiner Playlist spielen, wie etwa den Song „California“ von der Band Phantom Planet.

Ein gefundenes Fressen war die Setlist von Clueso, die noch an der Wand klebte. So nutzte er die Chance und lästerte etwas über seinen Kollegen: „Seine Songs machen immer nur Andeutungen, meine Songs dagegen, räumen mit diesen Andeutungen auf.“ Gerade auf der Platte „Ich erkläre diese Krise für beendet“ aus dem Jahr 2009 gibt es viele Songs, die von Beziehungen handeln, einige spielte der Sänger auch im M.A.U.

Bernd Begemann auf der Bühne des M.A.U. Clubs
Bernd Begemann auf der Bühne des M.A.U. Clubs

Einer dieser Beziehungssongs ist „Fernsehen mit deiner Schwester.“ Darin beschreibt er, wie er mit seiner Freundin und ihrer Schwester Fernsehen schaut. Begemann ist selbst großer Film- und Serienkenner, er hat sogar einen eigenen Filmpodcast, die Flimmerfreunde. Im M.A.U. klärte er die Zuhörer darüber auf, warum Grey´s Anatomy doof ist: „Chirurgen sind gar nicht so nett, sondern kranke Schweine.“

Schon nach einigen Liedern legte der Sänger seine Jacke ab, krempelte die Hemdärmel hoch, löste die Krawatte und öffnete den oberen Hemdknopf, um so sein Brusthaar zu zeigen. „Ich singe hier für euch mit brennendem Blick“, offenbarte er. Und man merkte ihm das auch an. So spielte er die Lieder nicht nur runter, sondern sprang und tanzte auf der Bühne. Er machte eine richtige Show aus dem Abend und er genoss es sichtlich, im Scheinwerferlicht zu stehen. Und im Gegensatz zu Clueso hatte er gar keine richtige Setlist, sondern spielte Songs auf Zuruf durch das Publikum.

Bernd Begemann mit Gitarre
Bernd Begemann mit Gitarre

Mit Olli Schulz, der am 24. April im M.A.U. zu Gast sein wird, kam Begemann auf einen weiteren Künstler zu sprechen. Schulz habe ihm mal erzählt, dass er früher auf dem Schulhof immer mit Freunden die Ansagen von ihm nachgemacht hätte. „Aber Olli Schulz ist anders als ich. Er ist dünn. Aber dafür sieht er nicht gut aus“, sagte der Künstler mit einem Lächeln und gab dann den Song „All deine Netzteile“ zum Besten.

Der Abend war zwar nicht perfekt, aber dafür unglaublich unterhaltsam. Die lustigen Ansprachen zwischen den Songs brachten das Publikum zum Lachen und bei den Liedern konnte man wunderbar mitwippen. Und wer nach ungefähr drei Stunden Bernd Begemann noch nicht genug hatte, konnte bei der anschließenden Indie Night im M.A.U. noch etwas tanzen.

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