Clueso bringt den M.A.U. Club zum Kochen

Konzert der „An und für sich“ Tour komplett ausverkauft

6. April 2011, von
Clueso
Clueso

31. Januar 2011. Viele Fans freuen sich, denn Clueso soll endlich mal wieder nach Rostock kommen. Doch dann der Schock: Das neue Album wird nicht rechtzeitig fertig, das Konzert muss verschoben. Zum Glück ließ der Musiker aber nicht allzu lange auf sich warten und so konnten die ungeduldigen Fans ihr Idol am Dienstagabend im M.A.U. Club feiern.

Max Prosa und Band
Max Prosa und Band

Doch bevor Clueso, der sich bei seinem Namen von Inspektor Clouseau aus dem rosaroten Panther inspirieren ließ, die Bühne betrat, durfte Max Prosa schon einmal die Massen in Stimmung bringen. Der 21-jährige Liedermacher spielte sehr schöne, deutschsprachige Lieder. Bei dem Song „Visionen von Marie“ dann besonders lauter Jubel im Publikum – Clueso war auf die Bühne gekommen und unterstützte den Berliner an der Mundharmonika. Nach etwa 20 Minuten verließ er mit viel Applaus die Bühne und nach einer kurzen Umbaupause war es dann endlich soweit.

Die erste Reihe bei Clueso
Die erste Reihe bei Clueso

Zuerst kam die Band auf die Bühne. Neben den klassischen Instrumenten Bass, Gitarre und Schlagzeug, sorgten noch ein Keyboard, ein DJ und Christian Kohlhaas an der Posaune für die richtige musikalische Untermalung. Und dann kam er endlich auf die Bühne: Clueso, der eigentlich Thomas Hübner heißt. Als erstes Stück gab es „Dreh Dich“ von seinem neuen Album „An und für sich“ zu hören. Die erste Reihe war ausschließlich von Mädchen und jungen Frauen besetzt, die im Anschluss an den Song resümierten: „Das war geil, bei mir dreht sich auch schon alles.“

Clueso, mit richtigem Namen Thomas Hübner
Clueso, mit richtigem Namen Thomas Hübner

„Keinen Zentimeter“ heißt einer der bekanntesten Songs von Clueso. Und in etwa so könnte auch das Motto des Abends gewesen sein, denn der M.A.U. Club war bis in die letzte Ecke gefüllt. Fast kein Zentimeter war noch frei, weil 900 Leute Clueso und Band auf der Bühne erleben wollten. Und ein Erlebnis war es allemal, denn der Künstler verbreitete sehr gute Stimmung. Das Publikum brauchte so auch nicht die typische Rostocker Aufwärmphase, sondern war von Anfang an mit voller Begeisterung dabei.

Auch wenn das neue Album erst vor knapp zwei Wochen erschien, war der Saal doch schon überraschend textsicher und konnte bei Songs wie „Beinah“, der von gesundem Stolz handelt und „Das alte Haus“ größtenteils mitsingen. Die beiden neuen Songs „Herz“ und „Straßen sind leer“ unterstrichen besonders die Vielfältigkeit in der Musik Cluesos, erinnerten sie doch an die Synthie-Pop-Helden Eurythmics.

Clueso und Band im M.A.U. Club
Clueso und Band im M.A.U. Club

Richtig laut wurde es dann aber bei den Klassikern. Schon bei den ersten Akkorden von „Chicago“ gab es riesigen Jubel. Während des Liedes konnte man nicht genau sagen, wer lauter war – Clueso oder die Fans im Publikum. Und auch bei „Herz Boom Boom“ wurde der Künstler ausgelassen gefeiert. Überhaupt wurde viel getanzt, geschunkelt und gesprungen – es war fast unmöglich nicht die ganze Zeit über mit dem Fuß zu wippen.

An und für sich Tour 2011
An und für sich Tour 2011

Als erste Zugabe gab es „Barfuss“. Dafür war die Band noch hinter der Bühne geblieben. Nur Clueso, seine tolle Stimme und die Gitarre sorgten für Gänsehaut im ganzen Saal – vereinzelt gab es sogar Feuerzeuge. Nach zwei Zugaben gingen hinten schon die ersten Leute, doch das Ende war noch nicht erreicht. Der Erfurter kam noch einmal auf die Bühne und gab einen Freestyle-Rap zum Besten. „Ich kann die Leute einfach nicht gehen sehen, deshalb bleib ich hier noch ne Weile stehen.“

Catharina und Franziska aus Greifswald
Catharina und Franziska aus Greifswald

Das letzte Lied war dann eine Coverversion von Udo Lindenbergs „Cello“, inklusive kurzer Lindenbergparodie von Clueso. Knapp 150 Minuten hatte er dem Publikum im M.A.U. eingeheizt und dieses dankte es ihm mit tosendem Applaus. So auch Catharina und Franziska, die extra aus Greifswald angereist waren. „Es war wirklich klasse und sehr persönlich. Ich bin rundum zufrieden“, urteilten die Studentinnen. „Mir hat auch kein Lied gefehlt. Höchstens etwas mehr frische Luft“, gab Catharina lachend zu. „Die bestens Songs waren „Gewinner“ und „Ey der Regen“, aber eigentlich waren alle super“, sagte Franziska. Es war das erste Clueso-Konzert der beiden, vermutlich aber nicht das Letzte.

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