Wir sind Helden – „Bring mich nach Rostock“

Ausverkauftes Konzert der Helden im MAU-Club bei der „Bring mich nach Hause“ Tour 2011

21. März 2011, von
Wir sind Helden im MAU-Club
Wir sind Helden im MAU-Club

„Wie haben sie denn 10.000 Leute hier hereingebracht?“, fragte sich Judith Holofernes angesichts des lautstarken Gesangs des Publikums im MAU-Club. So viele waren es natürlich nicht. Aber mit etwa 800 Gästen war das Wir sind Helden Konzert ausverkauft und die begeisterten Fans machten ordentlich Stimmung.

Dabei hatte die Sängerin das Konzert mit einem zarten und kurzen „Forever young“ an der Ukulele eröffnet. Nahtlos leitete die vierköpfige Band, die an diesem Abend von zwei weiteren Musikern verstärkt wurde, dann in den ersten eigenen Titel „The Geek shall inherit“ über. Das Heldenkonzert konnte beginnen. Mitgebracht hatte die Berliner Band für ihr „Bring mich nach Rostock“-Konzert eine ausgewogene Songmischung aus den letzen elf Jahren ihrer Bandgeschichte.

Judith Holofernes und Jean Michel Tourette
Judith Holofernes und Jean Michel Tourette

War der Sound früherer Alben noch stark von elektronischen Klängen geprägt, kommen auf ihrem neuesten „Bring mich nach Hause“ eine Reihe traditionellerer Musikinstrumente zum Einsatz.

So griffen gleich für den nächsten Titel „23:55 – Alles Auf Anfang“ Jean Michel Tourette zum Akkordeon und Mark Tavassol zum Banjo und brachten damit das Publikum in Tanzlaune.

Bring mich nach Rostock 2011
Bring mich nach Rostock 2011

Aber nicht nur vor, sondern auch auf der Bühne wurde sich immer wieder gern zur Musik bewegt. Nur Mark Tavassol ließ sich wegen einer Blase – oder war es ein umgeknickter Fuß? – vom Tanzen entschuldigen. Dafür überzeugten Jean Michel Tourette und Pola Roy, der extra dafür seine Drums verließ, umso mehr, als sie sich gemeinsam in einem Steh-Blues wiegten. Da „sieht die Konkurrenz ganz schön alt aus“, musste auch Judith Holofernes anerkennen und jetzt ratet mal, welcher Titel darauf folgte …

Mit „Endlich ein Grund zur Panik“ lieferten „Wir sind Helden“ einen weiteren energievollen „Aerobic-Titel“, bei dem das Publikum so richtig abging. Ebenfalls sehr heftig jumpten die Fans bei „Denkmal“ mit, einer von vielen Songs, den sie von Anfang an textsicher mitsangen.

Wir sind Helden begeistern Fans im MAU-Club
Wir sind Helden begeistern Fans im MAU-Club

Aber auch leisere Töne schlug die Band an. „Bring mich nach Hause“, das dem neuen Album seinen Namen gab, war so ein Lied. Ebenfalls neu war das elektrisierende „Im Auge des Sturms“, das durch ein Gitarrensolo von Jean Michel Tourette glänzte.

Viele weitere stille und tanzbare Titel hatten die Helden noch im Programm. Und trotzdem konnte das Publikum am Sonntagabend nicht genug bekommen. Auf vier Zugaben ließ sich die Band schließlich noch ein.

Christoph Lenz
Christoph Lenz

Bei der dritten – „Nichts was wir tun können“ – stand Judith Holofernes schließlich allein mit der Gitarre auf der Bühne, bevor mit der letzten Zugabe „Zeit heilt alle Wunder“ wieder die gesamte Band die Rostocker Fans nach Hause schickte.

„Das waren eineinhalb Stunden Gefühlskonzentrat“, resümiert Christoph Lenz den Abend. Seit dem ersten Album ist er Fan der „sympathischen Band“ und nun also das erste Heldenkonzert. „Die Band hat viel interagiert und auch alle Hits waren dabei“, zählt er zufrieden auf. Nur seinen Lieblingstitel vom neuen Album „Die Ballade von Wolfgang und Brigitte“ hat er vermisst. Naja, fürs nächste Mal muss ja auch noch was bleiben.

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1 Kommentar

  • chaosmonkey sagt:

    toller Artikel :) und wer ist dieser sympathische christoph? ;)

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