Das Depot 12 in Rostock-Marienehe

Lange Nacht der Museen in Rostock – Teil 1

4. November 2009, von

Depot 12 in Rostock-Marienehe Zu fortgeschrittener Stunde kam ich am menschenleeren S-Bahnhof Marienehe an. Ich fragte mich, ob ich hier vielleicht doch falsch bin? Skeptisch ging ich in Richtung der großen Halle mit der angeleuchteten Aufschrift Depot 12. Und doch, ich war richtig. Sogleich wurde ich herzlich begrüßt in den Hallen der Rostocker Verkehrsfreunde, der nächsten Station der „Langen Nacht der Museen„.
Mein Magen knurrte, wohl weil er sich erinnerte gelesen zu haben, dass ein umgebauter Straßenbahntriebwagen ein Imbissangebot bereithält. Also steuerte ich diesen ohne größere Umwege an.

Straßenbahn Ausstellung im Depot 12 in Rostock-Marienehe In dem Wagen wärmten sich schon einige Besucher bei Kaffee und Glühwein. Ich wollte aber nichts trinken, sondern essen. Ich fragte nach den Wiener Würstchen. Sie seien noch nicht heiß genug, wurde mir gesagt. Mir war es völlig egal, also nahm ich auch die lauwarmen Würste mit Senf und Toastbrot. Der freundliche Verkäufer reduzierte den ohnehin schon günstigen Preis von 0,90 auf 0,80 €. Ich war gestärkt und sah mir nun den Außenbestand der verkehrshistorischen Ausstellung an. Sehr liebevoll aufbereite alte Bahnen erstrahlten im Scheinwerferlicht und luden zum Probesitzen ein.

Lange Nacht der Museen: Bus und Straßenbahn im Depot 12 in Rostock-Marienehe So bekam man einen Eindruck, wie noch vor ein paar Jahren die öffentlichen Verkehrsmittel ausgesehen haben. Besonders beeindruckend waren für mich der Triebwagen „Der Wismarer“ aus dem Jahr 1926 und der Omnibus „Oller Ernst“ aus dem Jahr 1958.

Die Rostocker Verkehrsfreunde sind im Übrigen ein Zusammenschluss nahverkehrs- und technisch interessierter Menschen jeden Alters und unterschiedlicher Berufe. Gegenwärtig gehört diese Interessengemeinschaft zur Rostocker Straßenbahn AG und zählt 20 Mitglieder.

Ausstellung im Depot 12 in Rostock-Marienehe zur Langen Nacht der Museen Es wurde etwas kühl, also schaute ich mir nun die Exponate im Ausstellungsraum an. Von der Strandbahn-Modellstraßenbahnanlage, die nicht nur die Kleinen erfreute, über einen Quecksilberdampfgleichrichter aus dem Jahr 1927 war allerhand Interessantes zu erblicken. Auch weiterführende Fragen wurden ausführlich und fachmännisch beantwortet. Jetzt musste ich aber weiter. Nächster Halt der Tour: Kunsthalle Rostock.

– Fortsetzung folgt –

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