Volkstheater Rostock trauert um Schauspieler Dirk Donat

Der Schauspieler Dirk Donat ist Freitagnacht nach langer schwerer Krankheit friedlich eingeschlafen. Er wurde 55 Jahre alt.

2. Juni 2014
Dirk Donat
Dirk Donat

Das Volkstheater Rostock trauert um einen langjährigen Freund und Kollegen. Der Schauspieler Dirk Donat ist Freitagnacht nach langer schwerer Krankheit friedlich eingeschlafen. Er wurde 55 Jahre alt.

„Die Nachricht vom Tod Dirk Donats hat uns in tiefe Trauer versetzt, unsere Anteilnahme gilt seiner Familie und den Angehörigen. Wir haben einen großartigen Menschen und eine herausragende Schauspielerpersönlichkeit verloren, die seit nun mehr 30 Jahren dem Volkstheater und der Stadt Rostock treu blieb", so Peter Leonard, Intendant des Volkstheaters Rostock.

1958 in Ost-Berlin geboren, entschied er sich nach der Armee 1980 für ein Schauspielstudium an der Hochschule „Konrad Wolf“ in Potsdam, obwohl er die Zulassung für ein Medizinstudium erhalten hatte. Nach Abschluss seines Studiums holte ihn Hanns Anselm Perten nach Rostock ans Volkstheater, wo er seit 1984 Mitglied des Schauspielensembles war.

In den vielen Jahren seiner Tätigkeit begeisterte Dirk Donat jung und alt durch seine große schauspielerische Wandlungsfähigkeit und Vielseitigkeit sowie durch seinen künstlerischen Enthusiasmus.

Er bewies in unterschiedlichsten Rollen immer wieder sein Talent. Das Rostocker Publikum lernte Dirk Donat als Ferdinand in „Kabale und Liebe“ (1984/85), als Alex in „Clockwork Orange“ (1993/94) oder als Harpo in „Die Marx Brothers Radio Show“ (1995/96) kennen. In „Die Olsenbande – der große Theatercoup“, deren Theaterfassung Dirk Donat gemeinsam mit Peter Dehler schrieb, spielte er den schlaksigen Benny (Uraufführung: 28. Juli 2000, Regie: Peter Grünig).

Abonniert auf die wichtigen Nebenrollen, liebte er vor allem komödiantische Stücke. Aber besonders am Herzen lagen dem Vater von fünf Kindern die kleinen Theatergänger. Als Wanzendetektiv Muldoon oder als Passepartout im Sommertheaterstück „In 80 Tagen um die Welt“ (2010) begeisterte er die Kinder und deren Familien; als Geschichtenretter Johnny Hübner war er in den Klassenzimmern in Rostock und Umgebung unterwegs.

Zuletzt war Dirk Donat als Hexe Babajaga im Weihnachtsmärchen „Väterchen Frost“ (2013) und als Kotzbrocken in „Sultan und Kotzbrocken“ auf der Bühne des Volkstheaters zu sehen.

Trotz seiner schweren Krankheit schaffte er es, Energie und Lebensfreude mit seinen Kollegen zu teilen.

Quelle: Volkstheater Rostock, Foto: Dorit Gätjen

Schlagwörter: Tod (5)Volkstheater (247)

Das könnte dich auch interessieren:

Hinterlasse einen öffentlichen Kommentar

Hiermit stimme ich der Veröffentlichung meines Kommentars sowie der Speicherung und Verarbeitung meiner Daten incl. meiner IP-Adresse gemäß der Datenschutzerklärung zu.