16. Drachenbootfestival - Coca-Cola-Sprintcup 2011

Kurzstreckenwettbewerb und beliebtes Zuschauerrennen der Drachenboote am Alten Strom von Warnemünde

10. Juli 2011, von
Die Zuschauer üben für das "Fun-Rennen"
Die Zuschauer üben für das "Fun-Rennen"

Auch zum heutigen, zweiten Drachenbootrennen der Warnemünder Woche schien das Wetter wie gebucht. Die Sonne lachte den 22 Teams entgegen und nur ein schwacher Wind fuhr über das Wasser. Welche Mannschaften des Langstreckenwettkampfes am darauffolgenden Tag noch antreten, wird immer erst spontan am selben Morgen entschieden. „Wir machen eine Bestandsaufnahme, wer nach der Siegerfeier im LT noch fit genug ist“, erläuterte Kampfrichter Thomas Wolfram. So wie gestern gab es auch beim heutigen Rennen bis auf Fehlstarts keinerlei Pannen. „Nach 16 Jahren sind wir schon routiniert. Selbst den Zeitplan haben wir in diesem Jahr exakt eingehalten“, so Wolfram.

Das Besondere am Sprintcup ist für Viele das Zuschauerrennen. Dabei kann jeder, der Lust hat, in ein Drachenboot steigen und mit erfahrenen Paddlern des SV Breitling gegen andere Boote antreten. Nach langer Motivation durch Moderator und Crew fanden sich zur Mittagszeit bereits genug Menschen, um drei Drachenboote zu füllen. Natürlich durften die „Laien“ erst einmal ein paar Proberunden auf dem Alten Strom drehen, bevor sie sich an der Startlinie platzierten. Das Rennen über 100 Meter war schnell gefahren und die drei Teilnehmerboote lagen dicht beieinander.

Gerret Braren paddelte heute zum ersten Mal
Gerret Braren paddelte heute zum ersten Mal

Der 29-jährige Gerret Braren saß im Siegerboot der ersten Zuschauerrunde. Für ihn war es das erste Mal in einem Drachenboot. „Heute Morgen hätte ich noch nicht gedacht, dass ich hier teilnehmen würde“, erzählte der Hamburger. Ob das Erlebnis ihn für das Drachenbootfahren begeistern konnte? „Es hat schon Spaß gemacht, aber ich mache hauptsächlich Triathlon und habe deshalb keine Zeit für eine zweite Sportart“, so Gerret. Beim zweiten Zuschauerrennen, das am Nachmittag stattfand, traten zwei Boote gegeneinander an.

Die Nordex-Warriors nach ihrem Sieg im Halbfinale
Die Nordex-Warriors nach ihrem Sieg im Halbfinale

Da sich die Teamanzahl von gestern auf heute um das Vierfache verkleinert hat und die Strecke nun mehr als die Hälfte kürzer war, konnten bereits am frühen Nachmittag die finalen Runden beginnen. Die „Nordex Warriors“ belegten in einem der Halbfinalrennen den ersten Platz. Sie traten heute zum ersten Mal beim Sprintcup an. Gestern sind sie Dreißigster geworden und freuten sich, nun im Finale dabei zu sein. Am Ende des Tages reichte es aber leider nur für den 13. Platz.

Für die beste Finalgruppe und damit für das letzte Rennen des Tages qualifizierten sich die „HSP Seebären“, das Jugendnationalteam, das „Hanlo Loveboat“ und die „Blues Brothers“. Für das Jugendnationalteam, das sich auf die WM vorbereitet und gestern knapp gegen „Hanlo Loveboat“ verloren hat, ging es um die Ehre. Wie in vielen Rennen konnte man im Finale schwer erkennen, wer auf der Ziellinie die Nase, oder besser gesagt den Drachen vorne hatte. Doch die Nachwuchspaddler entschieden diesen Kampf für sich und belohnten sich dafür mit einer Sektdusche zur Siegerehrung.

Die Gewinner des heutigen Tages sind:

  1. Platz: Jugendnationalteam (00:24,17)
  2. Platz: Hanlo Loveboat (00:24,37)
  3. Platz: HSP Seebären (00:24,83)
  4. Platz: Blues Brothers (00:25,11)
  5. Platz: Team Neuruppin (00:25,51)
Sie lassen den Siegersekt lieber sprudeln als ihn zu trinken: die Mitglieder des Jugendnationalteams
Sie lassen den Siegersekt lieber sprudeln als ihn zu trinken: die Mitglieder des Jugendnationalteams

Gerald Marschner, der Präsident des SV Breitling, lobte die guten Leistungen der Teams und der Organisatoren. „Ich habe das Gefühl, dass wir uns von Jahr zu Jahr steigern.“ Außerdem freut er sich darüber, dass, 20 Jahre nachdem das erste Drachenboot nach Rostock kam, der Sport einen immer größeren Bekanntheitsgrad erlangt.

Dem ist fast nichts mehr hinzuzufügen. Außer: Viel Erfolg dem deutschen Jugendnationalteam bei der WM in Florida!

Schlagwörter: Alter Strom (104)Drachenboot (27)Warnemünde (914)Warnemünder Woche (66)

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1 Kommentar

  • moin sagt:

    also 280m sind nun wirklich keine Langstrecke sondern eine normale Kurzstrecke – Langstrecken beginnen bei der Seemeile bzw. 2000 m …

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