Rostock Seawolves besiegen BG Halstenbek/Pinneberg 96:86

Vierter Sieg in Folge bringt den Seawolves Platz zwei in der Tabelle

11. November 2012
EBC Rostock Seawolves besiegen BG Halstenbek/Pinneberg 96:86
EBC Rostock Seawolves besiegen BG Halstenbek/Pinneberg 96:86

Die EBC Rostock Seawolves waren am vergangenen Samstag, 10.11.2012, auswärts auf Beutefang und kamen erfolgreich mit einem 2. Tabellenplatz im Gepäck zurück. Es ist die wohl schönste Momentaufnahme, die der EBC Rostock in den letzten Jahren hatte. Nach sieben Spielen stand noch nie ein Rostocker Team soweit oben in der Liga und das völlig verdient. Mit einem wichtigen 86:96 Auswärtssieg bei der BG Halstenbek/Pinneberg machten die Wölfe weiter Boden gut und verbeißen sich im oberen Tabellendrittel der 1. Regionalliga Nord. Das Trio Morgan (28 P), Hakanowitz (23) und Hellmann (23) steuerte insgesamt 74 Punkte zum Sieg bei und drückte dem Spiel so seinen Stempel auf. Aufgrund der anderen Spielpaarungen und einer Partie mehr auf dem Konto sind die Seawolves nun vom 5. auf dem 2. Platz geklettert und damit der direkte Verfolger des Tabellenführers VfL Stade, der am kommenden Samstag in die Ospa-Arena kommt.

Wie gewohnt startete Coach Wild mit Bill, Hellmann, Morgan, Hakanowitz und Stüdemann ins Rennen. Im Gegenzug musste das Team auf Norman Holl, Moritz Westkämper, Florian Nuelken und Jörn Galdirs verzichten, wodurch es vor allem an Alternativen im Backcourt mangelte. Es galt, den offensiven Schwung aus den letzten Spielen mitzunehmen und vor allem defensiv etwas sicherer zu agieren. Der EBC Rostock führte vor dem anstehenden Duell die Liga in vielen offensiven Kategorien an, wie Punkte pro Spiel, offensive Effektivität, Freiwürfe % und Feldwürfe %.

Es war ein guter Start ins Match (9:4 nach 3 Min.), bei dem die Rostocker hauptsächlich innerhalb der Zone punkteten, schon früh den Weg an die Freiwurflinie fanden, um das Tempo zu kontrollieren. Dies gelang auch, indem Hakanowitz immer wieder in Szene gesetzt wurde und er dadurch 12 seiner 23 Punkte (10 Rebounds) bereits im 1. Viertel machte.

In der Verteidigung begann man jedoch eher unkonzentriert und unentschlossen, sodass speziell Jonathan Pötzsch in den ersten 10 Min. nicht in den Griff zu bekommen war. Immer wieder wurde er durch Set-Plays gut frei gespielt und erzielte 3 von 3 Dreiern im ersten Viertel. Die Hausherren bekamen viel zu viel Freiraum, was eiskalt bestraft wurde und einen 27:22-Rückstand bis zum Beginn der ersten Pause bedeutete.

Im zweiten Spielabschnitt agierten die Warnowstädter deutlich aggressiver und fokussierter in der Defensive, sodass man nur 18 Punkte der Hausherren zuließ und selbst nun auch Punkte dank der eigenen Defensive kreieren konnte. Ein krachender Slam Dunk nach einem Steal durch Axel Stüdemann gab dem ganzen auch eine besondere Note. Jetzt war auch die Zeit von US-Spieler Kwame Morgen gekommen, der zehn seiner 28 Punkte im zweiten Viertel machte, und den EBC so kontrolliert Stück für Stück wieder heranbrachte.

Dauerbrenner Sven Hellmann, der in der ersten Hälfte besondere Aufmerksamkeit der gegnerischen Defensive genoss, glänzte ein ums andere Mal mit hervorragenden Anspielen, obwohl er selbst nur vier Punkte in der ersten Halbzeit beisteuerte. Auch Aufbauspieler Eric Bill glänzte mit mehreren Assists gegen die Gastgeber, die nun zeitweise mit einer Zonenverteidigung agierten, was den Offensivfluss des EBC jedoch nicht störte. Zur Halbzeit hatte man den Rückstand der ersten Minuten wieder ausgeglichen und es stand 45:45 zum Pausentee.

Im vorletzten Abschnitt fanden die Rostocker dann endgültig zur Normalform und ließen nur 15 Punkte der Hausherren zu, wobei sich die Gastgeber jeden Korb schwer verdienen mussten. Jetzt endlich explodierte auch Sven Hellmann in der Offensive und machte 12 Zähler in Folge. (14 im 3. Viertel und 23 im Spiel). Schon in der ersten Halbzeit gelang es den Seawolves 20 Mal an die Linie zu gehen, sodass die Foulbelastung der Gastgeber nun auch immer mehr zu Problemen führte und den einen oder anderen Spieler einschränkte. (60:72 für den EBC Ende 3. Viertel)

Im letzten Spielabschnitt versuchte die BG mit einigen Mini-Runs noch mal in Schlagweite zu kommen, allerdings war der Sieg der EBC Rostock Seawolves nie wirklich in Gefahr. Dichter als auf fünf Zähler kam man nie an die Rostocker heran, sodass der EBC das letzte Viertel recht routiniert herunterspielen konnte und sich verdient den zweiten Auswärtssieg der Saison holte.

Bei der BG Halstenbek/Pinneberg war der bullige Forward Eric Mania Kibi ganz stark und speziell unter dem Korb ein stetiger Unruheherd (25 P., 14 Reb.). Ebenso agierten Jonathan Pötzsch (16 P., 4/5 Dreiern) und Toni Feiereisl mit 15 Punkten auch oft sehr gefährlich.

Die Wölfe haben vor allem in der Offensive wieder überzeugt und hatten nur zehn Ballverluste im Spiel. Von 42 Freiwürfen fanden 33 Treffer (79%) das Ziel. Dank der drei Hauptoptionen Morgan, Hellmann, Hakanowitz war das Angriffsspiel wieder sehr variabel und nur schwer zu stoppen. In der Defensive war man phasenweise besser als in der Vorwoche, doch speziell die Schwäche am defensiven Brett bei den Rebounds gilt es jedoch schnell abzustellen.

Jetzt kommt es am kommenden Samstagabend, 17.11.2012 um 19:00 Uhr, zum Spitzenspiel der Liga, wenn der zweite den ersten der Regionalliga empfängt. Zu Gast in der Ospa-Arena ist der VfL Stade, der bisher nur ein Spiel verloren hat. Das wird ein ganz besonderes Heimspiel für die Seawolves, denn der ganze Spieltag wird unter dem Motto Schiffahrt-Hafen-Tag eine Menge Fans in die Wolfshöhle locken.

Punkte EBC Rostock Seawolves:
Sven Hellmann (23 P.), Kwame Morgan (28), Eric Bill (5), Jens Hakanowitz (23), Jörn Boghöfer (2), Eric Lehmann (-), Arne Ritter (2), Axel Stüdemann (9), Christian Strenge (4)

Quelle: EBC Rostock Seawolves

Schlagwörter: Basketball (134)Rostock Seawolves (130)Sport (1064)

Das könnte dich auch interessieren:

Hinterlasse einen öffentlichen Kommentar

Hiermit stimme ich der Veröffentlichung meines Kommentars sowie der Speicherung und Verarbeitung meiner Daten incl. meiner IP-Adresse gemäß der Datenschutzerklärung zu.