Das Edvard-Munch-Haus in Warnemünde

Lange Nacht der Museen in Warnemünde – Teil 3

31. Oktober 2009, von

Vorraum im Edvard-Munch-Haus WarnemündeDer Glühweinduft vom Heimatmuseum Warnemünde war an der frischen Luft schnell verflogen und so ging es weiter zum Edvard-Munch-Haus am Strom 53. Der bekannte norwegische Maler und Grafiker Edvard Munch (1863-1944) lebte insgesamt 18 Monate im schönen Ostseebad Warnemünde. In der Zeit zwischen Mai 1907 und Oktober 1908 genoss er die atmosphärische Ruhe des Ortes. Als regenerierend empfand der Maler seinen Aufenthalt aufgrund des „Seeklimas“. Der in Oslo geborene Künstler wurde schon in seiner Kindheit mit dem Thema Tod, Krankheit und Trauer konfrontiert, was sein Schaffen maßgebend beeinflusste. Sein wohl berühmtestes Gemälde „Der Schrei“ ist neben der „Mona Lisa“ von Leonardo da Vinci und van Goghs „Sonnenblumen“ eines der bekanntesten Werke weltweit. 1908 reiste Munch fluchtartig aus Warnemünde ab, da ihm dieser Ort als furchtbar bürgerlich erschien. Dennoch prägte er weiterhin auch die deutsche Kunst.

Ausstellung im Edvard-Munch-Haus Warnemünde Das romantische Fischerhaus wurde 1990 unter Denkmalschutz gestellt. 5 Jahre später gründete sich der Förderverein Munch-Haus e.V. Durch großzügige Unterstützung der norwegischen und deutschen Industrie sowie durch Sponsoren wurde es 1998 eröffnet. Die damalige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth nahm sogar persönlich die feierliche Eröffnung vor. Bislang ist dieses Haus die einzige Einrichtung in Deutschland, die sich dauerhaft dem Kulturaustausch mit Norwegen widmet. Nachdem ich mich vom Ambiente der Räumlichkeiten anstecken ließ, musste ich auch schon wieder weiter. Da die Zeit sehr schnell verging und ich noch einiges auf dem Zettel hatte, eilte ich zum Bahnhof. Nächster Halt: Depot 12 in Marienehe.

– Fortsetzung folgt –

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