Ferientheater: Der kleine Hobbit (nach J. R. R. Tolkien)

Figurentheater Winter zu Gast an der Bühne 602

11. Februar 2011, von

Die Bühne 602 lud heute Vormittag ein, einer wunderlichen Mär zu folgen. Zu Gast im Stadthafen war das Figurentheater Winter und im Gepäck hatte es eine Inszenierung nach J. R. R. Tolkien – „Der kleine Hobbit“.

Sicherlich kennen wir alle die Geschichten um den Herrn der Ringe, doch was geschah eigentlich davor? Hiervon handelte die etwa einstündige Vorstellung, die sich durch viel Handarbeit auszeichnete. Mit handgemachter Musik und bunt bemalten, etwa 70 Zentimeter großen Figuren sollte sie das Publikum in eine Welt der Fantasie entführen.

Doch kommen wir erst einmal zum Anfang der wunderlichen Geschichte. Wir befinden uns in der Außenstelle des Auenlandes – in Rostocks schönem Stadthafen, genauer gesagt an der Bühne 602, dem Zuhause von Bilbo Beutlin. Er ist ein Hobbit – nicht schwer zu erkennen durch Größe und die knubbeligen Füße. Ein wenig mutig, ein wenig ängstlich. Manchmal überheblich, witzig, schüchtern oder aber auch vorschnell. Fast menschlich, oder?

Bilbo Beutlin aus dem Auenland mit seinem Freund, dem Zwerg
Bilbo Beutlin aus dem Auenland mit seinem Freund, dem Zwerg

Doch was wäre ein Hobbit auf einer Bühne ohne Abenteuer? Vermutlich jedenfalls nicht so sehenswert. Hier kommt der große und weise Zauberer Gandalf ins Spiel. Ein Drache habe den Schatz der Zwerge gestohlen und sei mit ihm auf den einsamen Berg gezogen. Doch die einzige Öffnung zu seiner Höhle wäre so klein, dass nur ein Hobbit von Bilbos Gestalt hindurchpassen würde.

Nicht ganz freiwillig (denn Rostocker seien ruhige Leute, er solle es doch einmal in Warnemünde probieren!), aber frohen Mutes, machen er und drei Zwerge sich auf den Weg durch die Nebelberge. Ziel der Aktion ist es, den Schatz zurückzugewinnen. Zum Glück „kennt Bilbo keine Angst – zumindest nicht persönlich“, denn die Wege durch die Nebelberge sind die gefährlichsten und beschwerlichsten in ganz Mittelerde.

Elb Elrond hilft den Reisenden bei ihrer Suche
Elb Elrond hilft den Reisenden bei ihrer Suche

Es wimmelt an ihnen nur so von Orks und Geistern. Doch Elrond, ein guter Elb, zeigt ihnen den Weg hindurch und die vier Reisenden finden hinaus in Richtung des einsamen Berges.

Wie durch einen Zufall bekommt der kleine Hobbit einen magischen Ring in die Hände. Damit gelingt es ihm schließlich, den Drachen hinaus in die Stadt zu locken und den Schatz zu befreien.

Leider passen die Zwerge nicht durch das Loch im einsamen Berg
Leider passen die Zwerge nicht durch das Loch im einsamen Berg

Das Abenteuer ging gut aus für den kleinen Hobbit und seine Gefährten. Alle etwa zehn Puppen erhielten durch Maren und Willi Winter eine individuelle Persönlichkeit, die sich vor allem durch sprachliche Feinheiten auszeichnete.

Voll auf die Darstellung konzentriert, gab es allerdings viel zu wenig Gelegenheiten während der einstündigen Vorstellung zwischen den Akteuren auf der Bühne und den Zuschauern zu interagieren. Gerade bei jungem Publikum, das wie hier überwiegend aus Kindern im Kindergartenalter bestand, hätte eine stärkere aktive Einbeziehung in das Stück vielleicht noch mehr Aufmerksamkeit mit sich gebracht. Hier und da sorgten einige Lacher für Aufheiterung, insgesamt ließen sich aber leider nur wenige in das Abenteuer einfangen.

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