Festkonzert „70 Jahre Konservatorium“

Das JugendSinfonieOrchester und das Junior-Streichorchester gaben in der Halle 207 ein Geburtstagsständchen mit Chor

22. Juni 2011, von
Junior-Streichorchester des Konservatoriums
Junior-Streichorchester des Konservatoriums

Musik lag gestern in der Luft. Nicht nur bei der Fête de la Musique in Rostocks Innenstadt, auch die Halle 207 erfüllte sich am Abend mit schönen Klängen. Zum Abschluss des Schuljahres gaben die Orchester des Rostocker Konservatoriums „Rudolf Wagner-Régeny“ ein großes Konzert.

In diesem Jahr ein ganz besonderes, war es doch eingebettet in die Festwoche zum 70. Geburtstag der Musikschule. Und so hatten sich unter das Publikum nicht nur die jungen Musikschüler und ihre Familien gemischt, sondern auch viele Gratulanten. Einige von ihnen hatten das Konservatorium bereits in seinen ersten Jahrzehnten begleitet.

Karina Jens gratuliert den vier Teilnehmern am Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" Herike Walter, Marina Mayer; Dominik Cernusku, Clara Belu und ihren Lehrern
Karina Jens gratuliert den vier Teilnehmern am Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" Herike Walter, Marina Mayer; Dominik Cernusku, Clara Belu und ihren Lehrern

Die Landesregierung war vertreten durch Staatssekretär Sebastian Schröder. Für die Hansestadt überbrachte Bürgerschaftspräsident Karina Jens Glückwünsche an die Musikschule. Beide würdigten in ausführlichen Festreden nicht nur die gegenwärtige Bedeutung des Konservatoriums, sondern blickten auch auf die wechselvolle Geschichte der Musikschule zurück.

Diese ist seit dieser Woche auch in einem eigens für das Jubiläum veröffentlichen Buch nachzulesen und wurde nun offiziell an den Musikschuldirektor Edgar Sheridan-Braun übergeben.

Die traditionelle Ehrung der Teilnehmer am Wettbewerb „Jugend musiziert“ beim Schuljahresabschlusskonzert beschloss den Festakt und das Konzert wurde musikalisch fortgesetzt.

Edgar Sheridan-Braun leitet das JSO und das Konservatorium
Edgar Sheridan-Braun leitet das JSO und das Konservatorium

Schon zu Beginn des Abends hatte das Junior-Streichorchester unter der musikalischen Leitung von Andreas Lindner das Konzert mit einer Orchestersuite des Barockkomponisten Georg Philipp Telemann feierlich eröffnet. Schmunzeln und Lächeln zauberten die jungen Musiker beim Publikum mit dem Monster-Tango von George A. Speckert auf die Gesichter. Fröhlich stimmten sie auch mit der anschließenden Kindersinfonie von Leopold Mozart, für die sich das Orchester Verstärkung auf die Bühne holte, um die typischen Vogelstimmen zu ergänzen. Mit viel Applaus, gern auch schon zwischen den Sätzen, wurde das Junior-Streichorchester belohnt.

Den gab es auch für das JugendSinfonieOrchester (JSO), das den zweiten Teil des Abends musikalisch gestaltete. Mit der Ouvertüre zu „Orpheus in der Unterwelt“ gelang ihnen ein berauschender Auftakt. Beim berühmten Can Can schwappte die Energie auf das Publikum über, das hier und da kräftig mitwippte.

Erinnerungen weckte das Orchester mit dem Regenbogenlied aus dem Musical „Der Zauberer von Oss“, das schon vor zehn Jahren Furore gemacht hatte. Das Bühnenbild sei zwar leider schon verrottet, erzählt Dirigent Edgar Sheridan-Braun, aber auch ohne sorgte das JSO für Gänsehaut. Unterstützt wurden sie dabei von einem großen Chor und den beiden Solistinnen Lena Hach und Sarah Zollondz in der Rolle der Dorothee.

Das JugendSinfonieOrchester mit Chor und Solistinnen in der Halle 207
Das JugendSinfonieOrchester mit Chor und Solistinnen in der Halle 207

Nach der Petite Suite von Claude Debussy und „In der Halle des Bergkönigs“ aus der Per Gynt Suite von Edward Grieg, holte sich das JSO abermals Solistinnen mit auf die Bühne. Arne Wodarczak sang Elton Johns „Can you feel the love tonight“ aus dem Musical König der Löwen. Mit einigem schauspielerischem Geschick übernahmen Luise Thiele und Charlotte Freund die Rollen der Rosalia und Anita aus Leonard Bernsteins „Westside Story“. Das Musical wird übrigens in diesem Sommer vom Volkstheater an gleicher Stelle aufgeführt. An diesem Abend beschränkten sich die Musiker allerdings auf den Titel „America“ und bildeten damit den krönenden Abschluss des Festkonzerts.

Mit der musikalischen Qualität ihrer Darbietungen überzeugten die jungen Musiker auf der Bühne so sehr, dass sie das Publikum nach mehr als zwei Stunden unter tosendem Applaus nicht ohne zwei Zugaben von der Bühne ließ.

Wer mehr Musik von den Schülern des Konservatoriums hören möchte, sollte in dieser Woche im Schulgebäude am Schillerplatz 2 vorbeischauen. Hier werden nämlich noch kleinere Ensembles ihr Können zu Gehör bringen.

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