Fußball-WM - Public Viewing in Rostock
Deutschland – Australien: Public Viewing in der Eishalle
14. Juni 2010, von Phillip
Am Sonntagabend war es endlich soweit, das erste Spiel der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball Weltmeisterschaft in Südafrika gegen Australien stand auf dem Programm.
Und so ein Ereignis macht natürlich beim Public Viewing wesentlich mehr Spaß, als vor dem heimischen Fernseher. Das dachten sich neben mir wohl auch noch etwa 1000 weitere Fans, die sich in der gut gefüllten Eishalle in Rostock versammelten, um mit der deutschen Elf mitzufiebern.

Etwas über 1.000 Tribünenplätze stellen die Betreiber der Eishalle dazu kostenlos zur Verfügung. Von dort aus können die Zuschauer das Spiel auf gleich zwei Großbildleinwänden mitverfolgen.
Dabei werden nicht nur die Spiele der deutschen Mannschaft gezeigt, sondern die gesamte WM übertragen, so kommen auch Fans der anderen Mannschaften auf ihre Kosten. Neben preiswerten Getränken gibt es außerdem täglich die Möglichkeit beim Torwandschießen ein Auto zu gewinnen.

Nicht fehlen dürfen natürlich auch die Vuvuzelas, die trompetenförmigen Blasinstrumente, die bislang den Sound dieser Weltmeisterschaft in den Stadien Südafrikas prägen.
Die Instrumente stoßen zwar hierzulande nicht bei jedem Fan auf Gegenliebe, wer möchte kann dennoch direkt vor Ort eines erwerben. Ein Angebot von dem auch prompt einige Zuschauer Gebrauch machten, was den Lautstärkepegel bisweilen deutlich steigerte.

Um 20:30 Uhr war es dann endlich soweit und der mexikanische Schiedsrichter Marco Rodrìguez pfiff das Spiel an. Gerade einmal acht Minuten mussten die Fans warten, bis Lukas Podolski den Ball zum eins zu null einschoss. Zu diesem Zeitpunkt kam zum ersten Mal echte Stadionatmosphäre im Eisstadion auf. Und es sollte nicht das einzige Mal bleiben, denn knapp zwanzig Minuten später traf dann auch Miroslav Klose. Deutschland zwei, Australien null.

Mit dem zwei zu null im Rücken, war die Stimmung in der Eishalle zur Halbzeit entsprechend ausgelassen und spätestens nach dem drei zu null durch Thomas Müller gab es kein Halten mehr. Neben den obligatorischen „Deutschland, Deutschland“ rufen, wurden auch immer wieder Fangesänge angestimmt. Und so schallte ein „oh wie ist das schön, sowas hat man lange nicht gesehen“ durch das Eisstadion. Von ZDF Reporter Bela Rethy war zu diesem Zeitpunkt schon lange nichts mehr zu hören, er wurde von den lautstarken Fans übertönt, erst recht nach dem vier zu null durch Cacau.

Der gelungene Auftakt der deutschen Nationalmannschaft macht auf jeden Fall Lust auf mehr und lässt auf eine erfolgreiche Weltmeisterschaft hoffen. Und wer noch nicht weiß, wo er am Freitag das nächste Spiel der Deutschen gegen Serbien anschauen soll, der kann ja einmal der Eishalle einen Besuch abstatten.
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