Rostock Seawolves unterliegen Iserlohn Kangaroos mit 73:77 n.V. (65:65, 34:31)

Die Basketballer der Rostock Seawolves mussten sich bei den Iserlohn Kangaroos nach Verlängerung knapp mit 73:77 geschlagen geben und stehen jetzt auf dem 5. Tabellenplatz

15. November 2015
Die Rostock Seawolves (im Bild: André Murillo) unterliegen den Iserlohn Kangaroos (Foto: Stefan Junghanns)
Die Rostock Seawolves (im Bild: André Murillo) unterliegen den Iserlohn Kangaroos (Foto: Stefan Junghanns)

Die Rostock Seawolves mussten sich bei den Iserlohn Kangaroos mit 73:77 nach Verlängerung geschlagen geben und belohnten sich nicht für ihren aufopferungsvollen Kampf vor 750 Zuschauern. Es war die dritte Niederlage in Folge für die Seawolves, die nun auf dem fünften Tabellenplatz stehen. Eine Sekunde vor Ende der regulären Spielzeit hatte Matt Hunter mit drei Freiwürfen die Chance, die Seawolves in Führung zu bringen, doch er traf nur einen Wurf zur Verlängerung. André Murillo verbuchte insgesamt 22 Punkte und 13 Rebounds für die Rostocker. Bei den Hausherren kam Marcel Keßen ebenfalls auf ein Double-Double mit 14 Zählern und zehn Rebounds.

Es sind die Kleinigkeiten, die meist über Sieg oder Niederlage entscheiden. Am Ende der regulären Spielzeit leuchtete noch eine Sekunde auf der Anzeigetafel, als Matt Hunter an die Freiwurflinie trat. Zuvor, beim Stand von 64:65 aus Rostocker Sicht, war der US-Guard über das Feld gestürmt, hob an der Dreipunktelinie ab – und wurde gefoult. Mit drei Freiwürfen konnte er eine dramatische Schlussphase noch zugunsten der Seawolves drehen, doch nach zwei Fehlschüssen landete nur der letzte Bonuswurf unter ohrenbetäubendem Lärm in den Maschen.

Die Gäste aus Rostock hatten auch in der Verlängerung die Chance auf den Sieg: 25,8 Sekunden vor dem Ende netzte Franz Winkler aus der Ecke einen Dreier zur 73:72-Führung ein. Iserlohn holte sich im nächsten Angriff die Führung zurück, so dass die Seawolves noch 7,7 Sekunden für den letzten Angriff hatten. Daniel Lopez‘ Korbleger ging darauf aber daneben, ein Foul und zwei weitere Freiwürfe für die Kangaroos brachten letztlich die Entscheidung in einem spannenden Basketballspiel, in dem Seawolves die ersten 16 Minuten kontrollierten und phasenweise sogar zweistellig (34:23, 16. Min) führten.

Mit 8:0 (2. Min) starteten die Wölfe in die Partie und waren gewillt, die Negativserie von zwei Spielen zu beenden. Die Gastgeber ließen sich vom guten Start der Seawolves nicht beeindrucken und antworteten mit einem 7:0-Lauf zum 10:9 (4. Min). Die 750 Zuschauer in der Iserlohner Hemberghalle feuerten ihr Team an, doch mussten sie auch den unbändigen Jagdinstinkt der Wölfe bezeugen, die durch Schnellangriffe und beherztes Spiel in Korbnähe ihre Führung behaupteten. Mit 25:17 führten die Seawolves nach zehn Minuten, 34:23 stand es in der 16. Minute. Danach retteten die Wölfe zwar einen 34:31-Vorsprung in die Halbzeit, blieben aber insgesamt fast sieben Minuten ohne Punkte.

Iserlohn schlug daraus Kapital und eroberte sich nach einem 12:0-Lauf in der 23. Minute die erste Führung des Abends (34:35 aus Seawolves-Sicht). Beide Teams zeigten im dritten Abschnitt weiterhin ein sehenswertes Spiel, in dem die Wölfe weiterhin leicht vorn lagen (44:39, 26. Min), sich jedoch nicht weiter absetzen konnten. Iserlohn ließ sich nicht abschütteln und erst in der Mitte des letzten Durchgangs gelang es den Gästen, sich erneut durch mehrere Aktionen in Korbnähe auf acht Zähler abzusetzen (64:56, 34. Min). Danach stockte der Motor in der Offensive und die Kängurus nutzten einen 9:0-Lauf, um in der 38. Minute wieder die Führung an sich zu reißen. Beide Teams hatten in einer hektischen und spannenden Schlussphase mehrere Chancen auf den Sieg. Letztlich war es Hunter, der das Spiel an der Freiwurflinie in die Verlängerung schickte. Nach der unglücklichen Niederlage standen die Seawolves nach großem Kampf leider mit leeren Händen da und mussten die lange Heimreise ohne den Lohn für ihre Mühen antreten.

„Es war eine unglückliche Niederlage. Wir wussten, dass sich Iserlohn nach einem Rückstand nicht kampflos geschlagen geben würde. Wir hatten am Ende zweimal die Möglichkeit, das Spiel zu entscheiden. Wenn man auswärts diese Chance gegen ein starkes Team hat, muss man den Sack auch zumachen. Das ist uns heute nicht gelungen, obwohl die Leistung dazu heute ausgereicht hätte. Glückwunsch an Iserlohn für ein großartiges Spiel und den Sieg“, sagte Coach Sebastian Wild nach dem Spiel.

Die Seawolves spielen am kommenden Wochenende gegen die Artland Dragons, die ebenfalls drei Spiele in Folge verloren haben und nun auf dem dritten Tabellenplatz stehen. Am Samstag, den 21. November, um 20:00 Uhr ist der ehemalige Bundesligist zu Gast in der Stadthalle Rostock. Karten gibt es auf www.tickets.Seawolves.de und am Vorverkauf in der Stadthalle.

Punkteverteilung pro Viertel (IS-HRO):
17:25, 14:9, 20:20, 14:11, 12:8

Punkteverteilung der Rostock Seawolves:
Gulley (nicht eingesetzt), Hellmann (12), Hunter (13), Lange (4), Lopez (6), Markert (0), Murillo (22), Rivers (4), Slavchev (3), Vogt (3), Winkler (6)

Quelle: Rostock Seawolves, Foto: Stefan Junghanns

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