Juliane Laitzsch - Die Zeit, das Gegenüber und ich

Ausstellungseröffnung in der Galerie “wolkenbank kunst+räume” am 8. Juni 2013

Juliane Laitzsch - Detail aus
Juliane Laitzsch - Detail aus

Wie fängt etwas an und wo hört es auf?

Mit dieser Fragestellung hat die Berliner Künstlerin Juliane Laitzsch sich dem Thema Ornament genähert. Ein Ornament schafft Übergänge und füllt Zwischenräume. Mit Faltungen, Verwerfungen und Überlagerungen hat die Künstlerin zeichnerisch absichtliche Störungen im Ornament herbeigeführt.

Die Galerie Wolkenbank zeigt bereits in einer zweiten Personalausstellung die Arbeiten der Künstlerin in Rostock. Juliane Laitzsch studierte nach ihrer Ausbildung zur Schreinerin an der Hochschule für Künste in Bremen und danach in Berlin, wo sie Meisterschülerin von Prof. Szymanski wurde. Sie hat neben vielen Einzel- und Gruppenausstellungen zahlreiche Preise, Stipendien und Förderungen erhalten, unter anderem 2010 eine Projektförderung des Berliner Senats. Die Künstlerin lehrt zurzeit an der Universität der Künste Berlin.

Juliane Laitzsch - Detail aus
Juliane Laitzsch - Detail aus

In ihrem zeichnerischen und skulpturalen Werk beschäftigt Juliane Laitzsch sich mit dem Verhältnis von Fläche und Raum, von Innen und Außen. Ausgangspunkt ist dabei das Ornament, das sie auf seine Funktion untersucht. „Ornamentik versteht die Künstlerin dabei nicht als dekoratives Beiwerk, sondern als substantiellen Anker zwischen Abstraktion und emotionalem Resonanzraum“ (Ralf F. Hartmann).

In der aktuellen Ausstellung hat der Künstlerin in einer Zeichenserie ein Stück eines mittelalterlichen Seidenstoffes als Vorlage gedient. Besonderes Interesse fand die Zeichnerin am Umstand, dass Anfang des 20. Jahrhunderts aus bis heute nicht geklärten Beweggründen heraus, ein Streifen des Stoffes abgetrennt und in 64 kleine Fragmente zerteilt wurde. Diese, teilweise winzigen Stoffteile wurden damals auf verschiedene Textilsammlungen weltweit verteilt. Juliane Laitzsch nähert sich mit Blei- und Farbstiften von verschiedenen Richtungen her in subtiler Weise diesen Fragmenten. Es entstehen Werke von  großer Schönheit und Spannung.

  • Ausstellungseröffnung Samstag 08.Juni 2013 um 17.00 Uhr
    Ausstellung vom 09.06. – 13.07.2013 in der Galerie “wolkenbank kunst+räume”  (Wollenweberstr.24)
    Öffnungszeiten: Mittwoch bis Samstag 14.00 bis 19.00 Uhr und nach Vereinbarung

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