„Weitergeh’n“ - „Karat“ zu Gast in Rostock

Karat KTC Rostock – eine Autogrammstunde (n)ostalgischer Art

19. April 2010, von

Karat, Autogrammstunde im KTC Rostock „Na, was ist denn hier los?“, habe ich gedacht, als ich heute das Foyer des KTC betrat. Da hatte sich eine lange Menschenkette gebildet. Und die wurde immer länger und länger. Was ging hier vor sich? Hatte ich wieder einmal etwas verpasst? Gab es da etwas Besonderes im Angebot? Dazu hörte ich plötzlich eine Musik, die mir irgendwie bekannt vorkam. Das musste ich doch einmal aus der Nähe betrachten! So fuhr ich eine der vielen Rolltreppen hinab und hörte: „Es wird weitergeh’n. Schau nicht mehr zurück, einfach weitergeh’n, jeden Tag ein kleines Stück.“

KARAT Rostock Es war das Lied „Weitergeh’n“ von Karat, wie ich bald erfuhr. Ein Stück vom gleichnamigen neuen Album der 1975 in der DDR gegründeten Band. Ach, und wer hätte es gedacht? Die Jungs waren sogar selbst vor Ort und signierten ihr gerade erschienenes Werk. „Mannomann, wär‘ doch meine Mama jetzt hier“, dachte ich. Sie liebt die Lieder der fünf Ostrocker und ich bin deshalb auch ein wenig mit diesen aufgewachsen.

Seit 2005 ist Claudius Dreilich Sänger der Combo. Sein Vater, der unvergessene Herbert Dreilich, Karat-Gründungsmitglied und Stimme von Karat, war am 12. Dezember 2004 gestorben. Wie schön doch, dass der Sohn in die Fußstapfen seines Vaters schlüpfte und dessen Erbe nun weiterführt, oder?

Andreas Kowalski Jetzt mischte ich mich „unters Volk“. Waren das alles eingefleischte Fans, die sich hier versammelt hatten und auf ein Autogramm warteten?

Andreas Kowalski aus Groß-Klein verriet mir sofort seine Lieblingslieder von Karat. Das wären „Schwanenkönig“, „Über sieben Brücken“ und „Der blaue Planet“, wie er sagte. Er sei in Leipzig geboren, doch in Rostock aufgewachsen, erfuhr ich dann. Auch er war der Meinung, dass Herbert Dreilichs Sohn dieselbe Stimme wie sein Vater habe.

Siegrid Sander und Conny Klapper Siegrid Sander aus Rostock und Conny Klapper aus Wismar waren schon zu DDR-Zeiten Fans von Karat. Die Musiker seien „Menschen, mit denen kann man sich ganz normal unterhalten. Die sind wie du und ich“, meinten sie.

Ich wusste gleich, das sind waschechte Fans! Denn gerade letzte Woche, sagten sie, seien sie in Erfurt bei einem Konzert von Karat gewesen. Claudius ähnle seinem Vater von der Stimme und vom Aussehen her immer mehr, so Siegrid.

Heidi Steinhage Heidi Steinhage aus Heidberg kannte die Band auch schon lange. In Ribnitz-Damgarten habe sie Karat dann im letzten Sommer live erlebt. Vor allem war sie heute gekommen, um ihrem Freund und ihrer Tochter mit der signierten neuen CD eine Freude zu bereiten. Ihr Freund habe alle alten CDs von Karat und sei ein sehr großer Fan – „da freut sich mein Freund bestimmt ganz doll“. Ich erfuhr dann noch, dass ihre Tochter zwar vierundzwanzig Jahre jünger, aber dennoch ebenfalls sehr begeistert von der ostdeutschen Band sei.

Ich hatte mir nun vorgenommen, die alten Lieder noch einmal zu Hause „aufzulegen“. Und in das neue Album „Weitergeh’n“ muss ich auch unbedingt noch einmal rein hören. Ab sofort ist es überall dort erhältlich, wo es Musik auf kleinen runden Scheiben zu kaufen gibt.

Noch ein Tipp für alle Fans: Am 5. Mai sind Karat bei Thalia zu Gast und stellen dort in einer Lesung ihr gleichnamiges Buch vor.

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1 Kommentar

  • Conny Klapper sagt:

    Hallo Katrin!
    Könnten sie vielleicht meinen Namen in Ihrem Artikel noch verbessern? Das wär sehr nett von Ihnen! Das Gespräch mit Ihnen hat uns Spaß gemacht. Sind Sie bei Thalia auch dabei am 05.05.?
    Grüße aus Wismar von Conny Klapper

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