Theaterkooperation zwischen Rostock und Parchim

Landestheater und Volkstheater arbeiten nun zusammen

18. Dezember 2009, von

Runde zur Unterzeichnung des Theaterkooperationsvertrages Beim Blick auf das Thermometer heute Morgen bekam ich einen riesen Schreck. Die Quecksilbersäule zeigte -7 °C. Zum Glück hatte ich keine Außentermine in der Planung. Der erste Termin fand im gemütlich warmen Protokollzimmer des Rostocker Rathauses statt.

Unter der Leitung von Oberbürgermeister (OB) Roland Methling, dem ich heute mal die Hand schütteln durfte, trafen sich Delegierte aus Parchim und Rostock zur Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen dem Volkstheater Rostock und dem Zweckverband Mecklenburgisches Landestheater Parchim.

Kay-Uwe Nissen, Peter Leonard und Klaus-Jürgen Iredi Die Bürgerschaft der Hansestadt Rostock hatte dem Vertrag bereits in ihrer Sitzung am 2. Dezember 2009 zugestimmt. Initiator dieser sinnvollen „Teamwork“ war die Forderung des Kultusministeriums nach einer Zusammenarbeit zwischen Theatern in Mecklenburg-Vorpommern. So fanden sich die Verantwortlichen aus Politik und Kultur zusammen.

Nachdem der OB die Gäste in einer lockeren Runde bei Kaffee und Keksen begrüßte, kam der Landrat des Landkreises Parchim, Klaus-Jürgen Iredi, zu Wort. Der Generalintendant des Rostocker Volkstheaters, Peter Leonard, sowie der Geschäftsführer der Theater GmbH in Rostock, Kay-Uwe Nissen, ergänzten dessen Ausführungen.

Bernd Rolly Leonard bezeichnete die Kooperation als „natürliche Partnerschaft“, die als Priorität die Bildung und das Soziale sieht. Darüber hinaus ist das Theater ein „unabdingbarer Bestandteil der Demokratie.“ Selbstverständlich kam auch noch der Bürgermeister der Stadt Parchim, Bernd Rolly, zu Wort. Dieser ließ es sich nicht nehmen, nochmals darauf hinzuweisen, dass die kritische Auseinandersetzung mit Zielstellungen, besonders im finanziellen Bereich, längerfristig betrachtet werden müsste.

Der Intendant des Landestheaters in Parchim, Thomas Ott-Albrecht, lobte die Worte seines Kollegen Leonard mit den Worten: „Ich bin beeindruckt.“ Nun fügte er sehr sachlich die Beweggründe aus seiner Sicht an. Bezug nehmend auf die Kreisgebietsreform werde das Einzugsgebiet größer und der Bedarf an Theatern sei auf jeden Fall vorhanden. Auch die etwa 120 km Entfernung zwischen den beiden Partnerstädten seien kein Problem, weder für die Größe der Bühnen noch für die Art der Inszenierungen.

Roland Methling Nun kam es zum eigentlichen Hauptteil des Tages, der Unterzeichnung der Verträge. Die Parchimer brachten sechs unterschriftsreife Ausfertigungen mit, sodass ein munteres Hin- und Herreichen der Mappen zu beobachten war. Der Rostocker OB Roland Methling machte den Anfang. Die parallele Unterzeichnung mit den Vertretern aus Wismar kam aus terminlichen Gründen nicht zustande, daher erfolgt diese Abstimmung aus Fristgründen auf dem Postweg.

Peter Leonard und Thomas Ott-Albrecht Nachdem alle notwendigen „Autogramme“ hinterlassen wurden, besiegelte man die Kooperation zusätzlich per Handschlag und einem Glas Sekt. Dabei sprachen die beiden Intendanten von einer Art „Verlobung“ und bekräftigen die gemeinsame Philosophie.

Man wolle insbesondere Akzente in der Jugendarbeit setzen. Nicht zuletzt das große Medieninteresse zeigt, welche Bedeutung und gleichzeitig Hoffnung in dieser Kooperation gesehen wird.

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