Deutsche Meisterschaft im Match Race 2011 in Rostock

Hamburger Jan-Eike Andresen wird Deutscher-Match-Race-Meister im Segelstadion

3. Oktober 2011, von
Schwache Brise beim Match Race in Rostock
Schwache Brise beim Match Race in Rostock

Eine leichte Brise weht über die alte Neptunwerft in das Rostocker Segelstadion am Stadthafen. Der Himmel ist an diesem Feiertags-Montag leicht bedeckt und es ist eigentlich das perfekte Wetter für einen leisen und romantischen Spaziergang. Dann ein gellendes, kurzes Hupen, und die Stille des angenehmen Spätsommertages ist dahin. Der Grund: Die Deutsche Meisterschaft im Match Race gastierte dieses Jahr das erste Mal im hanseatischen Segelstadion.

Match Race, das bedeutet im Gegensatz zu normalen Segelregatten 66 Duelle von jeweils zwei der zwölf angetretenen Teams. Während des dreitägigen Wettbewerbs kam es so immer wieder auf die besonderen Fähigkeiten der Skipper an. Zwei Boote vom gleichen Typ (polnische Skippi) – da entscheidet nur noch das Können der Crews und das Wetter. Zu diesem erklärte Organisator Wolfram Kummer vom See- und Segelsportverein Rostock: „Wir hatten schwierige Windbedingungen in den vergangenen Tagen.“ Diese resultierten aus einem ablandigen Wind, der sich nur schwer seinen Weg zwischen den Häusern suchen konnte. Das Ergebnis, viele Windlöcher auf dem Wasser, die die Teams umschiffen mussten.

Deutsche Meisterschaft im Match Race 2011
Deutsche Meisterschaft im Match Race 2011

War der Wind am Samstag und Sonntag noch sehr zurückhaltend, so frischte er heute noch einmal auf Stärke zwei bis drei auf und ermöglichte so einige rasante Segelmanöver. Die Zuschauer, die sich zu Livemoderation und einem kühlen Bier eingefunden hatten, sahen bei den pro Rennen zwei geleisteten Runden durch das Segelstadion einige spektakuläre Aktionen. Seien es die zeitweise aneinander krachenden Masten bei engen Wendemanövern oder das Überbordgehen eines der Segler, dem jedoch nichts passierte.

Am besten mit den Bedingungen kam Jan-Eike Andresens Crew zurecht. „Wir haben uns nicht verrückt machen lassen und hatten außerdem das gewisse Quäntchen Glück“, so der Hamburger Skipper zu seinem Titel in der Deutschen Meisterschaft. Der Sieger und seine zwei Teamkollegen Tobias Aulich und Florian Weser zeigten sich vom Austragungsort begeistert. „Mit diesem besonderen Segelstadion so nah an den Zuschauern zeichnet sich die Stadt aus.“

Siegerehrung bei den Deutschen Match Race Meisterschaften 2011 in Rostock
Siegerehrung bei den Deutschen Match Race Meisterschaften 2011 in Rostock

Auf dem zweiten Platz landete der Schweriner Steuermann Ingo Köhn mit seiner Crew, gefolgt von Carsten Kemmling aus Hamburg. Kemmling hatte bis zum 16. Flight, einer Gruppe aus drei Duellen, in Führung gelegen. Anschließend übernahm Andresen, der sich am Ende mit zehn Siegen aus elf Rennen durchsetzten konnte. Vorjahressieger Stefan Meister musste sich mit Rang vier zufriedengeben. Der Rostocker Ralf Kudra gewann zwei von elf Regatten und belegte schließlich Platz zehn.

Doch auch die fast perfekte Leistung an der Pinne seines Bootes rette Andresen nach der Siegerehrung nicht. Von Mannschaftskameraden und Kontrahenten wurde er kurzerhand ins Rostocker Hafenbecken befördert. Eine Erfrischung, die dem neu gebackenen Deutschen Meister jedoch nicht viel ausgemacht haben sollte.

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