Erste Agenda 21-Ratssitzung im Jahr 2010

Klimaschutz in Rostock und EU-Projekte

6. Januar 2010, von

Arvid Schnauer Auch im Jahr 2010 darf und wird man den Klimaschutz in und um Rostock nicht vergessen. Im Beratungsraum 1b des Rathausanbaus trafen sich die Fachleute des Agenda 21 Gremiums der Hansestadt, unter Ihnen Vertreter von Parteien, Arbeitskreisen und anderen Institutionen. Geleitet wurde die Ratssitzung souverän und besonnen vom Agenda 21-Sprecher Arvid Schnauer, im übrigen Pastor im Ruhestand.

Kerry Zander Zum Auftakt der ersten Sitzung im Jahr 2010 stellte die Klimaschutz-Koordinatorin Kerry Zander die Klimaschutz-Leitstelle im Amt für Umweltschutz der Hansestadt Rostock vor.

Des Weiteren informierte sie über den Stand der laufenden und geplanten Projekte. Zum Beispiel wurden hier die Energiesparwettbewerbe an Schulen und die Arbeiten am Konzept Energiewende genannt. Absoluter Aufgabenschwerpunkt sei nach wie vor die Fortschreibung des Rahmenkonzepts zum Klimaschutz bis hin zur sogenannten Energiewende.

Dr. Ralf Kähler Ein vollständiger Wechsel zu erneuerbaren Energien ist das ehrgeizige Ziel. Dr. Ulrich Seidel vom Unternehmerverband hakte kritisch zum geplanten LED-Projekt nach und befürwortete eine schnelle Umsetzung mit alternativen Techniken. Dass die Finanzierung jedoch immer wieder ein großes Problem toller Initiativen ist, stellte Dr. Ralf Kähler vom Arbeitskreis Energiewende klar.

Dr. Andreas Schubert und Ralph Müller Als zweiter Hauptordnungspunkt des heutigen Abends stand der Vortrag vom EU-Koordinator beim Amt für Stadtplanung und Stadtentwicklung, Dr. Andreas Schubert, an.

Zurzeit laufende Projekte, Stadtentwicklungsprojekte und die Möglichkeiten, über Drittmittel Projekte zu realisieren, wurden besprochen. Rostock sei überdies eine Ziel-1-Region, das heißt, es klemmt an einigen Ecken und das offene Potenzial muss besser genutzt werden. Sein Kollege Ralph Müller mahnte hingegen, dass die Umsetzung von Projekten und deren Konsequenzen genauestens zu beachten sind.

Agenda 21-Ratssitzung im Januar 2010 in Rostock Interessant waren die Erklärungen von Schubert zu den Finanzierungsmechanismen bei EU-Projekten. Negativ sah er die Haltung einiger lokaler Unternehmer, sich nicht dem Konkurrenzkampf im englischsprachigen EU-Bereich zu stellen. Amüsant war die Formulierung in Bezug auf Zukunftswünsche im Bereich Hafen und Fährbetrieb: „Gut betuchte Amerikaner sollten in Rostock Ihr Geld ausgeben und nicht mit dem Taxi nach Berlin fahren.“

Unterschiedlichste Meinungen trafen aufeinander, zum Teil in hitzigen Wortgefechten, aber am Ende stand das vordergründige Ziel etwas zu bewegen. Arvid Schnauer mahnte zudem eindringlich, den Schwung der vergangenen zehn Jahre nicht zu verlieren. Am 10. März 2010 findet die nächste Sitzung des Agenda 21-Rates statt.

Schlagwörter: Agenda 21 (2)Klima (28)Natur (106)Umwelt (124)

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1 Kommentar

  • Henry Bremer sagt:

    Hallo!
    Im Artikel “Aus welcher Richtung bläst der Wind” im Rostocker Blitz vom 19.09.2010 wird auf die Agenda 21 eingegangen. Unter anderem wird auch die Schaffung von künstlichen Rinnsalen zur Verbesserung des städtischen Erscheinungsbildes im Rahmen des Klimawandels in Betracht gezogen.
    Dazu kann ich mit Bedauern nur auf die Bäche verweisen, welche kurz nach Erreichen des Stadtgebietes in zugegeben pflegeleichten Kanalrohren verschwinden (Kringelgraben). Diese natürlichen Bachläufe könnten einfach ins Stadtbild integriert werden. Neben dem erwünschen Klimaefekt, würde auch gleich das Biotop Stadt deutlich aufgewertet! Außerdem entfällt so die im künstlichen Wasserlauf notwendige kostenaufwendige Zuführung von Trinkwasser.

    Mit freundlichen Grüßen H.Bremer
    p.S.Besuchen Sie doch auch meine Webside

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