Seehafen Rostock: Starkes Wachstum im Kombinierten Verkehr

Der Kombinierte Verkehr über Schiff und Schiene ist im ersten Halbjahr 2016 im Seehafen Rostock um neun Prozent angestiegen

3. August 2016
Seehafen Rostock: Starkes Wachstum im Kombinierten Verkehr (Foto: Rostock Port/Nordlicht)
Seehafen Rostock: Starkes Wachstum im Kombinierten Verkehr (Foto: Rostock Port/Nordlicht)

Im ersten Halbjahr 2016 sind die im Seehafen Rostock umgeschlagenen Ladungsmengen im Kombinierten Verkehr (KV) um neun Prozent angestiegen. Die Anzahl der umgeschlagenen Einheiten – überwiegend Sattelanhänger, vereinzelt auch Tankcontainer – stieg damit von 35.177 im ersten Halbjahr 2015 auf 38.359 im diesjährigen Vergleichszeitraum. Auf dem von der Gesellschaft Rostock Trimodal betriebenen Terminal für den Kombinierten Verkehr verkehren wöchentlich 34 Kombiverkehrszüge von und nach Verona (13), Hamburg (5), Karlsruhe (5), Brno (4), Novara (3), Duisburg (3), und Wels (1).

Besonders erfreulich entwickelten sich die Mengen auf der seit Januar 2015 betriebenen Verbindung von Kombiverkehr nach Duisburg. Die Rhein-Ruhr-Region ist ein zunehmend wichtigeres Aufkommens-/Zielgebiet für den Rostocker Hafen. Zudem fungiert der Terminal in Duisburg-Ruhrort als Hub für Anschlussverbindungen in den BeNeLux-Raum, aber auch nach Frankreich.

„Die positive Entwicklung auf der Direktverbindung Rostock-Duisburg (per Juni +30 Prozent) lässt uns zuversichtlich auf die weitere Entwicklung dieser für Rostock wichtigen Verbindung schauen. Mit derzeit drei direkten und zusätzlich fünf indirekten Abfahrten über Hamburg-Billwerder als Gateway bietet der Hafenstandort Rostock auf dieser strategisch wichtigen Verbindung insgesamt acht Abfahrten pro Woche an. Diese Verbindungen sind zudem sehr gut ausgelastet, so dass eine Kapazitätserweiterung erforderlich ist und Anfang kommenden Jahres erwartet werden kann“, so Dr. Gernot Tesch, Geschäftsführer der Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock mbH.

Ferner bietet Kombiverkehr seit Mitte Juni als neues Produkt die Verbindung Rostock-Nürnberg über das Gateway Hamburg mit fünf wöchentlichen Abfahrten an. Der Dienst nach Brünn verkehrt seit Anfang Juli nunmehr wieder mit vier anstatt drei Abfahrten pro Woche.

Die von TX Logistik im März 2015 errichtete Verbindung nach Verona verkehrt derzeit zwei Mal pro Woche und ergänzt als sogenannte „offene“, d.h. für Dritte zugängliche, Verbindung die hochfrequenten, werktäglichen Verbindungen der „geschlossenen“ Züge von LKW Walter und DB Schenker nach Verona.

„Wir sind mit der KV-Entwicklung sehr zufrieden, arbeiten aber weiterhin daran, einzelne Relationen zu verdichten sowie neue KV-Verbindungen in bisher nicht angefahrene Regionen aufzubauen“, erläutert Dr. Gernot Tesch die Projektaktivitäten der Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock mbH. „Dies erfolgt in enger Abstimmung mit den in Rostock agierenden Fähr- und RoRo-Reedern, mit Rostock Trimodal und den Bahn-Operateuren.“

Die Fortsetzung der strategischen Zusammenarbeit mit dem Top-Logistikanbieter DB Schenker bis zum Jahr 2024 am Standort Rostock ist ein wichtiger Baustein zur Stärkung der Logistikfunktion im Hafen und trägt u.a. auch zur positiven Entwicklung im Kombinierten Verkehr bei.

Für eine Relation in die adriatische Hafenstadt Venedig hat die Projektarbeit gerade begonnen. Beide Häfen vereinbarten zusammen mit der Grimaldi-Gruppe, zu der auch die in der Ostsee tätige Reederei Finnlines gehört, die Prüfung der Machbarkeit einer intermodalen Zugverbindung. Diese Zugverbindung soll als Landbrücke die Liniennetze der Grimaldi-Gruppe im Mittelmeer und der Ostsee miteinander verbinden. Venedig verfügt z.B. über Linienverkehre nach Süditalien und Griechenland. Rostock ist mit 120 wöchentlichen Fähr- und RoRo-Abfahrten nach Dänemark, Schweden und Finnland Knotenpunkt nach Nordeuropa.

Quelle: Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock, Foto: Rostock Port/Nordlicht

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