Tag des offenen Denkmals 2019 in Rostock

Unter dem Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ werden am 8. September 2019 an 32 Orten in der Hanse- und Universitätsstadt besondere Einblicke in und auf Denkmäler gewährt

Tag des offenen Denkmals 2019 in Rostock (Foto: Archiv)
Tag des offenen Denkmals 2019 in Rostock (Foto: Archiv)

Zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 8. September 2019, erwartet die Rostockerinnen, Rostocker und Gäste der Stadt ein vielfältiges Programm. Unter dem Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ werden an 32 Orten in der Hanse- und Universitätsstadt besondere Einblicke in und auf Denkmäler gewährt. Im benachbarten Landkreis Rostock locken 79 Angebote zum Kennenlernen.

Umbrüche lassen sich am Wandel der Nutzung über die Jahrhunderte erkennen. Zeitgenössische Beispiele sind die Umnutzung von Kirchen zu Kultur- und Veranstaltungsorten, Umbauten von Klöstern zu Museen und Hochschulen, der Umbau von Speichern und Warenhäusern zu Büro- und Wohnbauten, wie auch teilweise unsere geöffneten Denkmale zeigen. Aber auch die historischen Städte wachsen modern weiter.

Belegt ist der Begriff „modernus“ seit dem 5. Jahrhundert. Verwendet wird er dann, wenn sich das Selbstverständnis einer Epoche oder der Gesellschaft verändert und sich von Vorgängern absetzt. Ein Umbruch bricht mit tradierten Vorstellungsweisen, Techniken, Erklärungsmodellen und praktischen Umsetzungen. In jedem Umbruch steckt daher etwas Neues, Revolutionäres, Fortschrittliches – und etwas Modernes.

Das Bauhaus steht mit seiner ideellen und ästhetischen Ausrichtung als Paradebeispiel für das „Moderne“ und vor allem für den Umbruch. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Bauhauses laden auch wir Sie dazu ein, den Blick auf alle revolutionären Ideen oder technischen Fortschritte über die Jahrhunderte zu richten: Gehen Sie der Frage nach, wie diese Umbrüche neue Kunst- und Baustile herbeiführten, die somit Zeitzeugnisse der jeweiligen gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Gegebenheiten darstellen. Unabhängig von Denkmalgattung, Zeit und Ort – Umbrüche sind überall zu finden.

Nicht nur die Kunst und Architektur des frühen 20. Jahrhunderts kann als modern bezeichnet werden. In nahezu jeder Epoche der Kunst-, Architektur- und Kulturgeschichte zeigen sich Umbrüche, die – in enger Verzahnung mit der Technik- und Wissenschaftsgeschichte – ein modernes Verständnis.

Den Auftakt bildet  das traditionelle Benefizkonzert des Ortskuratoriums Rostock der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) gemeinsam mit der Hochschule für Musik und Theater am Vorabend, Sonnabend, 7. September 2019. Im ehemaligen Franziskanerkloster St. Katharinen, Beim Katharinenstift 8 (heute Sitz der Hochschule für Musik und Theater Rostock), beginnt um 19 Uhr ein Wandelkonzert zwischen dem Orgelsaal und dem Kammermusiksaal zugunsten der Sanierung der Rostocker Marienkirche. Die Studierenden Jonathan Hartzendorf (Bariton), Constanze Liebert (Sopran) und Eunae Yun (Hammerflügel und Flügel) präsentieren im Orgelsaal Mozartlieder und einige Lieder aus Schuberts „Die schöne Müllerin” mit dem Hammerflügel sowie weitere ausgewählte Lieder zum Flügel im Kammermusiksaal. Karten sind bei den üblichen Vorverkaufskassen und an der Abendkasse zum Preis von 15 Euro zzgl. Vorverkaufsgebühr erhältlich.

Die landesweite Eröffnungsveranstaltung zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 8. September 2019, findet in diesem Jahr um 11 Uhr im Innerstädtischen Gymnasium der Hanse- und Universitätsstadt Rostock, Goetheplatz 5, statt. Bettina Martin, Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern verleiht dabei auch den Friedrich-Lisch-Denkmalpreis und den Denkmal!-Preis für Kinder und Jugendliche.

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Quelle: Hanse- und Universitätsstadt Rostock, Pressestelle

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