Reiten beim 2. Warnemünder Wintervergnügen

Pferdefreunde der Ostsee versammeln sich am Strand in Warnemünde

6. Februar 2011, von
Die Spitze der Formierung, Umzug durch Warnemünde
Die Spitze der Formierung, Umzug durch Warnemünde

Ihr liebt Pferde, die Ostseeküste und Euch können auch kleinere Orkanböen nichts anhaben? Dann wart Ihr gestern in Warnemünde genau richtig. Im Mittelpunkt des Samstagnachmittags standen nämlich sie – die Pferde. Große, kleine, dicke, dünne, einfarbige und bunte Vierbeiner kamen gestern aus dem Großraum Rostock direkt an den Strand „getrabt“. Das Meer ruft und die Pferdefreunde folgen.

Nicht nur am Strand - sie präsentieren sich auch im Ort
Nicht nur am Strand - sie präsentieren sich auch im Ort

Um sich dem Seebad zu präsentieren, begann die Veranstaltung mit einem großen Umzug durch Warnemünde. Begleitet von der Freiwilligen Feuerwehr und einem Polizeiauto, fühlten sich auch die kleinsten Ponys und Reiter unter den Umherziehenden dazu bereit, den Alten Strom entlang zu reiten. Dann einmal rings herum um die Kirche und zurück zum Hauptaustragungsort der Veranstaltung – an den Strand.

Hier stand ein Dressurviereck für alle Teilnehmer bereit, wie es sonst nur auf „richtigen“ Turnieren zu finden ist. Im Folgenden zeigten die verschiedensten Gruppierungen von Pferden, Reitern und teilweise sogar Hunden ihre Talente. Ob extra für diesen Tag einstudiert oder mit einem Auszug aus dem aktuellen Trainingsprogramm, blieb dabei jedem selbst überlassen.

Akrobatik auf dem Pferderücken
Akrobatik auf dem Pferderücken

Das Publikum wurde Zeuge kleinerer Kunststücke, die es sonst nur im Zirkus zu bewundern gibt. Hund und Kind zusammen auf dem Pferd, Rücken an Rücken auf dem edlen Ross sitzend oder mal eben einen Handstand auf der Kruppe des Tieres zu vollführen, waren dabei keine Seltenheit.

Gezeigt wurden jedoch nicht nur englisch-gerittene Pferde (für alle die, die damit nichts anzufangen wissen, ist dies in etwa der Begriff dafür, was Ihr Euch vermutlich unter ganz normalem Reiten vorstellt), sondern auch richtige Westernpferde. Hierbei konnten die Zuschauer sogar noch einen kleinen Exkurs in die englische Sprache erleben. Was auf Deutsch „antraben“ bedeutet, hieß nun: „Jog your horse, please, jog your horse!“ Das weckt doch glatt den Cowboy in uns, oder?!

Hierbei kommt es aufs Tempo an
Hierbei kommt es aufs Tempo an

War diese Einlage zum Angewöhnen an die Westernreiterei gedacht, so zog das tempogeladene Wettrennen um Strohballen herum die Begeisterung des Publikums endgültig auf sich. Wehende Mähnen und Mäntel ließen Einheimische und Urlauber laut applaudieren.

Neben Actioneinlagen durften aber auch harmonische Beiträge nicht zu kurz kommen. So wurde bei einem Pas de deux (französisch: „Schritte zu zweit“) vor allem verlangt, dass möglichst viele Figuren synchron ausgeführt werden. Wind und Wetter hatten zwar auch hierbei ihre Finger im Spiel, doch die Teilnehmer ließen sich nicht aus der Ruhe bringen.

Christina Boesel aus Bützow ist von der Athmosphäre begeistert
Christina Boesel aus Bützow ist von der Athmosphäre begeistert

Apropos Ruhe – obwohl die Veranstaltung so groß angelegt war, herrschte überall ein angenehmes Gemeinschaftsgefühl. Auch Christina Boesel war von der Stimmung angetan. „Dass so viele Pferde an einem Ort zusammen sind, Kinder und Hunde dazwischen herumtollen und nichts passiert, ist wirklich etwas Besonderes. Wo hat man so etwas auf größeren Turnieren schon mal?“ Sie selbst nahm auf ihrem bunten Pferd „Pointy“ am Umzug teil und stellte danach ihr Dressurkönnen im Viereck unter Beweis.

Hier sehen die vier Reifen alt aus...
Hier sehen die vier Reifen alt aus...

Die Höhepunkte der Veranstaltung waren verschiedene Rennen, die direkt dort stattfanden, wo die Wellen an den Strand schlugen. So versuchte zum Beispiel ein Auto schneller zu sein als ein galoppierendes Pferd – doch ohne Chance. Vier Hufe sorgen im tiefen und nassen Strandsand eben für einen wesentlich besseren Halt, als es die vier Winterreifen tun.

Mir bleibt jetzt nur noch eins zu sagen: Danke an die Veranstalter und vor allem die Teilnehmer für dieses gelungene Spektakel. Hoffentlich sehen wir uns nächstes Jahr wieder…

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