8. Winterserenade der HMT-Studenten

Vielseitiges musikalisches Programm in der Altstadt

31. Januar 2010, von
Sebastian Helzel im Albert und Emile
Sebastian Helzel im Albert und Emile

Dass uns die Wetterfee zum Wochenendeinstieg mit einem so gewaltigen Schneechaos überraschen würde, konnte ja nun wirklich keiner ahnen. Völlig überrascht waren auch die Veranstalter der 8. Winterserenade, statt geplanten 10 Stationen konnten am Samstagabend leider nur 5 geboten werden. Für die Besucher sollte der extreme Wettereinbruch jedoch kein erhebliches Problem darstellen, da die Rostocker Altstadt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (die wenigen, die schon wieder frei geschaufelt waren) und auch zu Fuß gut zugänglich war.

Studenten der Hochschule für Musik und Theater hatten für diesen Abend ein unterhaltsames Programm zusammengestellt, um Besucher und Bewohner in die östliche Altstadt zu locken. Zwischen 18 und 22 Uhr konnte in Galerien, Cafés und Restaurants klassischen und modernen Melodien gelauscht sowie einstudierte Tanzchoreographien bewundert werden.

Dorle Fassmann und Suleika Bauer bei der Winterserenade
Dorle Fassmann und Suleika Bauer bei der Winterserenade

Für einen einmaligen Eintrittspreis von 10 Euro (ermäßigt 5 Euro) bekam jeder Gast eine hübsche Glasperle – die stilvolle Variante vom Papierarmband. Mit diesem Schmuckstück konnte man den ganzen Abend von einem Ort zum anderen flanieren und die kleine Vielfalt an Programmen genießen. Durch die reduzierte Programmauswahl durften sich die einzelnen Veranstaltungen dafür über umso höhere Besucherzahlen freuen.

Diese Umstände kamen besonders dem Albert und Emile in der Altschmiedestraße 28 zugute, in dem auch das Obergeschoss nicht ausreichte, um die zahlreichen Besucher unterzubringen. Wer bei dem wachsenden Besucherandrang auch mal mit der Treppe als Sitzgelegenheit vorlieb nahm, konnte das schöne Musikprogramm der Hochschulstudenten Sebastian Helzel und Milan Labatzki trotzdem in vollen Zügen genießen. Aus wenigen überlieferten Melodien

Pianist Andreas Hering bei der Winterserenade
Pianist Andreas Hering bei der Winterserenade
französischer Troubadourenmusik und dafür umso mehr Textmaterial hatten die beiden Studenten Lieder zusammengestellt und dazu die Gitarrenbegleitung selbst komponiert.

Im Weineck Krahnstöver begeisterten die beiden jungen Violinistinnen Dorle Fassmann und Suleika Bauer im Duett das Publikum. Ihr vielseitiges Programm beinhaltete verschiedene Stücke aus Klassik, Jazz und auch Zigeunermusik. Die Gäste waren von dem Talent der beiden Studentinnen begeistert, einer betonte sogar, sie hätten weit über ihr gewöhnliches Maß hinaus vortrefflich gespielt.

Ein weiteres klassisches Instrument wurde im Café Likörfabrik vorgestellt. Dort begleitete der junge Pianist Andreas Hering das Publikum mit leichten, beruhigenden Melodien bei Speis und Trank auf seinem Klavier.

Tanzprojekt "Verkauftes Lachen" in der HMT
Tanzprojekt "Verkauftes Lachen" in der HMT

Als Geheimtipp des Abends galt das Tanzprojekt „Verkauftes Lachen“ im Katharinenstift der HMT. In Form eines einstündigen Ausdruckstanzes wurden die Abgründe des Kapitalismus und die verheerenden Auswirkungen von Geld und Macht dargestellt. Die schwankende Stimmung der Schauspieler wurde von eindrucksvoller Musik untermalt, die von Kontrabass- und Akkordeonklängen bis hin zu Tangorhythmen reichte.

Da das Abschlusskonzert leider dem Unwetter zum Opfer fiel und deswegen abgesagt werden musste, stellte das Tanzprojekt der HMT-Studenten nicht nur das Highlight, sondern auch den krönenden Abschluss des Abends dar. Bei Schneegestöber und vergleichsweise milden Temperaturen ließ es sich zufrieden und von den Eindrücken bereichert der Heimweg antreten.

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1 Kommentar

  • Zigeunermusikerin sagt:

    Wie wärs es denn mal in Musikworkshops um völlig neue Elemente einfließen zu lassen auch die Zigeunermusik aus Zece Prajini kann eine echte Brücke zu anderen Richtungen darstellen?

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