Spatenstich für Wohnungsbau im Petriviertel

Wohnungsgenossenschaft Warnow beginnt mit dem Bau von Wohnungen am Fuße der Petrikirche

21. November 2012, von
Der erste Spatenstich für den "Wohnpark Petrihof": Hagen Hildebrandt (WG Warnow), Ines Gründel (Bauamtsleiterin), Reinhard Wolfgram (Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung) und Hartmut Kressin (WG Warnow)
Der erste Spatenstich für den "Wohnpark Petrihof": Hagen Hildebrandt (WG Warnow), Ines Gründel (Bauamtsleiterin), Reinhard Wolfgram (Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung) und Hartmut Kressin (WG Warnow)

„Rostock wächst weiter“ berichtete Bauamtsleiterin Ines Gründel gestern. Nicht nur die Einwohnerzahl steigt stetig an, mit der Erschließung des Petriviertels breitet sich die Hansestadt auch flächenmäßig aus. Zwischen Petri- und Nikolaikirche, direkt am Ufer der Warnow, sollen in den kommenden Jahren viele neue Wohnungen entstehen. Den Anfang dafür machte gestern die Wohnungsgenossenschaft Warnow, die feierlich den symbolischen ersten Spatenstich für den „Wohnpark Petrihof“ vollzog.

Auch wenn bis jetzt nur viel Erde und ein großes Schild zu sehen sind, soll die Anlage in zwei Jahren 118 Ein- bis Vierraumwohnungen mit einer Grundfläche zwischen 38 und 99 Quadratmeter bieten. Zukünftige Mieter dürfen sich nicht nur über eine schöne Lage und viele Grünflächen, sondern auch über eine luxuriöse Einrichtung freuen. So sollen die Räume zum Beispiel über Fußbodenheizungen und Echtholz-Parkett verfügen. Die meisten Unterkünfte werden auch barrierefrei sein und über eine Tiefgarage und einen Fahrstuhl verfügen.

So soll der "Wohnpark Petrihof" der WG Warnow einmal aussehen
So soll der "Wohnpark Petrihof" der WG Warnow einmal aussehen

Ein so hoher Standard hat natürlich einen Preis. Zwischen 8,80 und 10,50 Euro Miete pro Quadratmeter müssen Interessenten einplanen. „Die Summe finden wir gerade für diese Lage mehr als angemessen“, sagte Hagen Hildebrandt, Vorstandsvorsitzender der WG Warnow. Für geringere Mieten müsse es Förderprogramme, zum Beispiel vom Bund, geben. Mit Gesamtkosten von 18,5 Millionen Euro sei das Projekt drei Millionen Euro teurer als anfangs geplant. Besonders die Erschließung des schwierigen Baugrunds war deutlich aufwendiger als kalkuliert. Auch eine Munitionsbergung verzögerte den Ablauf um mehrere Wochen. Ein Teil der Mehrkosten sei deshalb auch auf die Mieten umgelegt worden.

Bisher sieht man noch nicht viel: Nur ein Schild zeugt im Petriviertel von dem Bauprojekt
Bisher sieht man noch nicht viel: Nur ein Schild zeugt im Petriviertel von dem Bauprojekt

„Wir haben bisher 30 verbindliche Zusagen und sind zuversichtlich bis Ende März eine Vollvermietung bekanntgeben zu können“, so Hildebrandt. Die Interessenten haben sich bei den vorherigen Gesprächen dafür ausgesprochen, eher auf Wohnfläche zu verzichten und so weniger Kosten zu haben, weshalb sich die Grundrisse im Vergleich zum Architekturwettbewerb von vor einem Jahr noch einmal deutlich verändert haben. Bei der visuellen Gestaltung will man aber sehr nah am Vorschlag der Berliner Architekten Hans Josef Lankes und Per Köngeter bleiben.

Viele der bisherigen Zusagen für den „Wohnpark Petrihof“ kommen von Bestandskunden der Wohnungsgenossenschaft. „Oft sind es ältere Menschen, die eine letzte schöne Wohnung beziehen wollen“, erzählt Hartmut Kressin aus dem Vorstand der WG Warnow. Daneben seien es vor allem Paare, in denen beide Partner erwerbstätig sind, die von dem neugeschaffenen Wohnraum profitieren dürften.

In etwa einem Monat sollen die Bauarbeiten beginnen. Neben den Wohnungen entsteht im Petriviertel auch eine komplette Versorgungsinfrastruktur. So ist ein Kindergarten bereits vor einem Monat fertiggestellt worden. Eine Turnhalle und Sportflächen befinden sich ebenfalls im Bau. Im Mai 2014 sollen die ersten Mieter den „Wohnpark Petrihof“ beziehen können. Ende 2014 soll das gesamte Projekt abgeschlossen sein.

Abbildung 2: WG Warnow

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