Rostock trauert um seinen „Spielmannopa“
Der als „Spielmannopa“ bekannte Rostocker Straßenmusiker Michael Tryanowski ist im Alter von 98 Jahren verstorben
30. Juli 2018, von Olaf
Mit der Seemannsmütze auf dem Kopf und dem Akkordeon in der Hand – so dürfte ihn fast jeder Rostocker kennen. Tag für Tag spielte er in der Kröpeliner Straße oder am Alten Strom in Warnemünde seine Lieder und auch wenn kaum einer seinen richtigen Namen kannte, als „Spielmannopa“ dürfte Michael Tryanowski fast jedem Rostocker ein Begriff sein.
1919 wurde er als uneheliches Kind in Veelböken, in der Nähe von Schwerin, geboren. Zunächst lebte er bei seiner Mutter, später bei seinem Pflegevater. Von ihm bekam er als Kind sein erstes Instrument geschenkt – eine Harmonika.
Im Zweiten Weltkrieg wurde er als Forstarbeiter zwangsrekrutiert, das Konzentrationslager bliebt ihm nur durchs Kriegsende erspart. Am Schweriner Konservatorium studierte er zwischen 1950 und 1953 an der Abteilung Volksmusik und lernte neben Flöte, Saxophon und Schlagzeug auch das Akkordeon, mit dem viele den quirligen Straßenmusiker verbinden.
Bildhauer Wolfgang Friedrich gestaltete eine Bronzeplastik für Michael Tryanowski, an seinem 95. Geburtstag hat er sich zusammen mit Marteria ins Ehrenbuch der Hansestadt Rostock eingetragen. Zuletzt zeigte er sich anlässlich des 800. Stadtgeburtstages beim Konzert mit den Ostrockern von Karat in der Rostocker Stadthalle.
Der bekannteste Rostocker Straßenmusiker wäre am 12. Dezember 99 Jahre alt geworden. Nun hat er aufgehört zu spielen, wir werden ihn nicht vergessen.
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