Rostock setzt Spielmann-Opa ein Denkmal

Rostock will dem im Juli verstorbenen und als Spielmann-Opa bekannten Straßenmusiker Michael Tryanowski mit einer lebensgroßen Skulptur am Uniplatz ein Denkmal setzen

7. November 2018, von
Die 2014 von Wolfgang Friedrich geschaffene Kleinplastik vom Spielmannopa Michael Tryanowski soll als Vorlage für die lebensgroße Skulptur dienen (Foto: Archiv)
Die 2014 von Wolfgang Friedrich geschaffene Kleinplastik vom Spielmannopa Michael Tryanowski soll als Vorlage für die lebensgroße Skulptur dienen (Foto: Archiv)

Eine lebensgroße Skulptur soll künftig am Universitätsplatz an den als „Spielmannopa“ bekannten Rostocker Straßenmusiker Michael Tryanowski erinnern. Mit der Seemannsmütze auf dem Kopf und dem Akkordeon in der Hand spielte er Tag für Tag in der Kröpeliner Straße oder am Alten Strom in Warnemünde seine Lieder. Am 27. Juli 2018 verstarb er im Alter von 98 Jahren.

2014 wurde das Rostocker Original zusammen mit dem Rapper Marteria mit einer Eintragung ins Ehrenbuch der Hansestadt gewürdigt. „Seit seinem Tod gibt es einen großen gesellschaftlichen und politischen Willen, Herrn Tryanowski ein Denkmal zu setzen“, heißt es in der Vorlage von Oberbürgermeister Roland Methling.

Gestalten soll das Kunstwerk Wolfgang Friedrich, der bereits 2014 eine 32 Zentimeter hohe Bronzeplastik des Straßenmusikers für das Bistro Portola im Rostocker Hof erschaffen hat. Diese soll als Vorlage für die lebensgroße Skulptur dienen.

Der Sohn von Herrn Tryanowski wurde über das Vorhaben in Kenntnis gesetzt und hat diesem wohlwollend zugestimmt, heißt es von der Stadt.

Schlagwörter: Michael Tryanowski (8)Skulpturen (52)Straßenmusikant (5)Universitätsplatz (76)Wolfgang Friedrich (8)

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2 Kommentare

  • Edmund TRost sagt:

    Denk-mal, lieber nicht!
    Dem Spielmann Opa Michael Tryanowski, bekannt über die Rostocker Stadtgrenze hinaus soll jetzt mit einer lebensgroßen Skulptur gedacht werden. Schön für Viele und die Stadt Rostock zeigt sich mit ca 54.000 € spendabel.
    Aber wie sieht es mit anderen Denkmälern und Dingen aus?
    Da wäre das Matrosendenkmal am Kabutzenhof, es fristet ein unwürdiges Dasein. Zwar hat die Stadt in ihrer Jubiläumsausgabe (800 Jahre Rostock) bekannt gegeben das sich dieser Zustand 2018, als zum 100 jährigen Aufstand der Matrosen, ändern soll, aber was geschieht wirklich?
    Die Mühlendammschleuse, seit 2011 geschlossen, 2015 zum Denkmal erklärt und was geschieht?
    Die Nordkantenbebauung des Neuen Marktes, seit 2013 wurde dieses Vorhaben viel mit den Bürgern diskutiert. Auch sollte in dem Zusammenhang die Erweiterung des Rathauses erfolgen. Nun ist derzeit nur noch von der Erweiterung des Rathauses die Rede, von der Bebauung der Nordkante des Neuen Marktes – denk mal lieber nicht.
    Theaterneubau, seit 1942 hat die Stadt Ihr damals prachtvolles Theater verloren. Viel wurde in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten diskutiert und geplant und bis heute alles zerredet – denk mal lieber nicht.

  • dr.listemann sagt:

    Ich sehe das insofern mit gemischten Gefühlen, indem bei mir bei einem solchen Denkmal das „Bild eines ausgestopften Opa’s“ aufkommt … und das ist dann schon recht pietätlos. Frage: Wurde denn schon einmal der legendären Warnemünder Fischverkäuferin „Min Herzing“ irgendein vergleichbares Denkmal gesetzt … ?

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