Marteria und Spielmannopa tragen sich in das Ehrenbuch ein

Die Hansestadt Rostock würdigt die beiden Musiker Michael Tryanowski und Marten Laciny mit einem Eintrag ins Ehrenbuch

5. Dezember 2014, von
links: Marteria bei einer Autogrammstunde im KTC, rechts: Spielmannopa Michael Tryanowski auf dem Uni-Platz
links: Marteria bei einer Autogrammstunde im KTC, rechts: Spielmannopa Michael Tryanowski auf dem Uni-Platz

Am kommenden Freitag tragen sich im Rahmen einer Festveranstaltung die beiden Rostocker Musiker Michael Tryanowski und Marten Laciny in das Ehrenbuch der Hansestadt Rostock ein.

Besser bekannt sind sie unter den Namen Spielmannopa und Marteria. Mit ihrem Beschluss vom Oktober reagiert die Bürgerschaft damit auf zahlreiche öffentliche Würdigungen und Fan-Bekundungen. In der Begründung heißt es: „Als musikalische Botschafter prägen sie … das Bild von Rostock und machen auf sympathische Art und Weise äußerst erfolgreich Werbung für Rostock.“

Die Musiker traten zwar beide in Marterias Video „Mein Rostock“ auf, dennoch können sie nicht unterschiedlicher sein. Der Straßenmusiker Michael Tryanowski, der von vielen liebevoll Spielmannopa genannt wird, gilt als Rostocker Original und hat sich auch über die Stadtgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Mit seinem Akkordeon ist er vor allem auf dem Universitätsplatz und am Alten Strom anzutreffen und das schon seit Jahrzehnten. Geboren wurde er am 12. Dezember 1919 in Veelböken (bei Gadebusch). Er wird also an seinem 95. Geburtstag diese Ehre empfangen. Es war sein russischer Pflegevater, der ihn nach dem frühen Tod der Mutter mit seinem ersten Musikinstrument, der Harmonika, vertraut machte. Später erhielt er am Schweriner Konservatorium eine Ausbildung am Akkordeon, an der Flöte, am Saxofon und Schlagzeug und verdiente sich fortan mit Musik seinen Lebensunterhalt. Bereits im Sommer wurde ihm auf private Initiative hin mit einer Skulptur des Rostocker Bildhauers Wolfgang Friedrich ein Denkmal gesetzt.

Auch für Marten Laciny dürfte der Eintrag ins Ehrenbuch ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk sein, wurde er doch am 4. Dezember 1982 in Rostock geboren. Das Allroundtalent beeindruckte zunächst als Fußballer beim FC Hansa, was ihm eine Berufung in den U17-Kader der deutschen Nationalmannschaft einbrachte. In New York wurde man auf seine physische Attraktivität aufmerksam. Es folgten mehrere Modeljobs bei namhaften Modelabels. Dann widmete sich Marten Laciny der Musik, trat als Mitglied der Underdog Cru und unter dem Namen Marsimoto auf. Seinen ganz großen Durchbruch schaffte er 2012 als Marteria mit dem Titel „Lila Wolken“, der ihn auf Platz 1 der deutschen Charts katapultierte. Seitdem gilt er als einer der bekanntesten Rapper Deutschlands, der sich auch als Co-Autor in unterschiedlichen Musikgenres bewegt.

Im Sommer wärmte er die Herzen vieler Rostocker mit seinem Video „Mein Rostock“, in dem er seine Verbundenheit mit seiner Heimatstadt mit Bildern von hiesigen Stadtteilen und Menschen zum Ausdruck brachte. Die Premierenfeier zum Video-Release im September gab den Anstoß für diese Ehrung.

Mit dem Eintrag ins Ehrenbuch hat die Hansestadt Rostock seit 1990 26 verdienstvolle Persönlichkeiten und Gruppen gewürdigt, darunter Menschen, die sich im Zuge der politischen Wende 1990 verdient gemacht haben; der Schriftsteller Walter Kempowski, der maritime Sänger und Entertainer Horst Köbbert, aber auch Sportmannschaften wir der FC Hansa, der HC Empor und Olympiateilnehmer.

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