Raubüberfall auf Sehbehinderte aufgeklärt - Tatverdächtiger in Haft
Ein Raubüberfall auf zwei sehbehinderte Männer vom Oktober 2016 im Rostocker Stadtteil Lütten Klein ist aufgeklärt, gegen den mutmaßlichen Täter wurde Haftbefehl erlassen
9. Februar 2017
Der Raubüberfall vom 08.10.2016 auf zwei sehbehinderte Männer im Rostocker Stadtteil Lütten Klein ist aufgeklärt. Für den mutmaßlichen Täter wurde bereits am gestrigen Mittwoch Haftbefehl erlassen.
Ein zunächst unbekannter Mann hatte die starke Sehbehinderung der beiden Männer (23, 33) ausgenutzt und verwickelte sie anfangs freundlich in ein Gespräch. Unter Androhung von Schlägen forderte er dann die Herausgabe von Elektrotechnik. Er schlug auf die eingeschüchterten Männer ein, entwendete einen hochwertigen Lautsprecher und flüchtete unerkannt. Auf Grund der Behinderung konnten sich die beiden Rostocker kaum wehren und informierten umgehend die Polizei.
Nachdem alle bisherigen Ermittlungen anfangs nicht zur Klärung der Identität des Unbekannten geführt haben, suchte die Polizei auch mit Bildern aus einer Überwachungskamera vom Bereich des S-Bahn-Haltepunktes Lütten Klein nach Zeugen.
Die Veröffentlichungen in verschiedenen Medien und sozialen Netzwerken führten zu vielen Hinweisen aus der Bevölkerung. Durch umfangreiche Auswertungen der Hinweise und weitere Ermittlungen konnte die Identität des Täters aufgeklärt werden.
Bei seiner Vernehmung zeigte sich der 20-jährige Güstrower, der ohne festen Wohnsitz ist, dann voll geständig. Nachdem das Amtsgericht Rostock gestern Haftbefehl gegen den Mann erlassen hatte, wurde er direkt in die JVA Neustrelitz überstellt.
Quelle: Polizeiinspektion Rostock
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