1. Spatenstich für neues AIDA-Bürohaus im Stadthafen

Das Rostocker Kreuzfahrtunternehmen wächst und will sich die Nachhaltigkeit seines neuen Gebäudes zertifizieren lassen

21. September 2012, von
1. Spatenstich für das neue AIDA Home im Rostocker Stadthafen
1. Spatenstich für das neue AIDA Home im Rostocker Stadthafen

„Habt ihr keine Arbeit?“, rief Paul Soulsby, Senior Vice President von AIDA Cruises schmunzelnd der AIDA-Belegschaft zu, die sich heute Mittag zahlreich auf der Baustelle neben ihrem Büro in Silo 4 und 5 im Stadthafen eingefunden hatte. Es ist wohl eher zu viel Arbeit. „AIDA wächst“, sagt Soulsby. 400 neue Mitarbeiter will das Unternehmen in Rostock einstellen. Um für sie Arbeitsplätze zu schaffen, wird ein neues 10.500 qm großes Bürogebäude errichtet. Den 1. Spatenstich, den symbolischen Akt zum Baubeginn von „AIDA Home“, wollten sich die Mitarbeiter nicht entgehen lassen. Der dauerte auch nur wenige Minuten, dann nahmen Bagger und Pfahlramme wieder ihre Arbeit auf der Silohalbinsel auf.

Ulrich Haroske, Paul Soulsby und Tilo Ries mit der "perfekten Welle"
Ulrich Haroske, Paul Soulsby und Tilo Ries mit der "perfekten Welle"

Seit August laufen schon die Vorbereitungen auf dem Baufeld im Stadthafen. 1200 Kubikmeter Boden sollen hier in den nächsten Wochen bewegt werden. Mit Trägern soll die Baugrube zur Hafenkante gesichert werden. Insgesamt 7,6 km Betonpfähle sollen hier verbaut werden. Hinzu kommen 37 Pfähle, die für eine Geothermienutzung bis zu 100 Meter tief gebohrt werden sollen.

Die Nutzung regenerativer Energiequellen zum Kühlen und Heizen des Hauses ist nur ein Mittel in einem umfangreichen Plan, der den Anspruch des nachhaltigen Bauens umsetzen soll. Später soll das Gebäude von der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) zertifiziert werden, kündigt Ulrich Haroske von der beteiligten MHB Planungs- und Ingenieurgesellschaft an.

Die Silohalbinsel als Modell von oben
Die Silohalbinsel als Modell von oben

Im Januar soll der Grundstein für das sechsgeschossige elliptische Gebäude gelegt werden. Die Idee zu diesem schwungvollen Entwurf mit dem Namen „die perfekte Welle“ hatte der Rostocker Architekt Tilo Riese, der sich damit im letzten Jahr bei einem Wettbewerb durchsetzte.

Auch die Mitarbeiter konnten sich mit ihren Wünschen einbringen, berichtet AIDA-Managerin Martina Reuter. So sollen neben funktionalen gut belichteten Büroräumen mit schönem Blick auf das Wasser und die Stadt auch Duschen und Umkleideräume für die Radfahrer und informelle Kommunikationsräume entstehen.

Nach der Beurteilung durch den Ortsbeirat im Januar sei die Fassadenstruktur etwas geschlossener mit weniger Glas umgestaltet worden, erläutert Tilo Ries. Wie die Fassade aber konkret aussieht, das stehe noch nicht fest. Erst am Mittwoch hatte der neugegründete Gestaltungsbeirat das Fassadenmaterial diskutiert. Die Idee der Klinkerriemchen, die der Architekt als Reminiszenz und Entgegenkommen an die alten Speichergebäude in der unmittelbaren Nachbarschaft anbringen möchte, seien dort stark infrage gestellt worden. „Wir werden eine weitere Variante erarbeiten und sie noch einmal abschließend dem Gestaltungsbeirat vorstellen.“

Silohalbinsel vom Ludewigbecken aus
Silohalbinsel vom Ludewigbecken aus

Eine zweistellige Millionensumme will das Unternehmen in dieses Bauvorhaben investieren. Im Frühjahr 2014 sollen die neuen Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze beziehen. Schon jetzt sind hier 750 Mitarbeiter bei AIDA Cruises in Rostock beschäftigt. Das soll erstmal bis 2018/9 reichen, so die Pläne der Kreuzfahrtreeder.

Ob der Platz vor dem neuen Gebäude, der erstmal als öffentliche Grünfläche gestaltet werden soll, später ebenfalls bebaut wird, ist zwar noch nicht spruchreif, aber es komme infrage, lässt Paul Soulsby durchblicken. Denn AIDA wächst, und zwar nicht nur an Land auch auf dem Wasser. Die Reederei, die im letzten Jahr 584.000 Passagiere an Bord begrüßen konnte, will ihre Flotte bis 2016 von derzeit neun auf zwölf Clubschiffe erweitern.

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