Baltic Taucher GmbH tauft Offshore-Schiff „Wind Express“

Die Rostocker Baltic Taucherei- und Bergungsbetrieb GmbH tauft das zweite Offshore-Shiff Deutschlands in Warnemünde auf den Namen „Wind Express“

23. März 2012, von

Taufe des Offshore-Schiffes „Wind Express“ in Warnemünde Die Taufe eines Schiffes ist eine alte Tradition und soll, neben dem praktischen Nebeneffekt, dass man sie so besser unterscheiden kann, dem Schiff auch eine Seele geben.

Mit der Taufe des zweiten und größten Offshore-Schiffes Deutschlands, der „Wind Express“, hauchten Eyk-Uwe und Jens-Olaf Pap nicht nur ihrer neusten Errungenschaft Leben ein, sondern feierten auch ihr Rostocker Unternehmen, die Baltic Taucherei- und Bergungsbetrieb GmbH, die seit über 19 Jahren erfolgreich in Rostock und der Welt agiert.

Eyk-Uwe und Jens-Olaf Pap sind mit der Ostsee groß geworden. „Wir hatten immer schon mit Technik und Menschen zu tun“, erklärt Eyk-Uwe Pap. Während Jens-Olaf Pap in der Rostocker Werft gelernt hat, wurde sein Bruder am Fischereihafen zum Schlosser ausgebildet.

Eyk-Uwe und Jens-Olaf Pap mit Oberbürgermeister Roland MethlingAls Anfang der 90er Jahre die Rostocker „Bagger-, Bugsier und Bergungsreederei“ (BBB) in Insolvenz ging, eine Firma, die die Brüder noch aus Kindertagen kannten, fassten sie den Entschluss „in das Loch zu springen, das die BBB hinterlassen hatte“, wie Eyk-Uwe Pap berichtet.

Der Rostocker Baltic Taucherei- und Bergungsbetrieb, dessen erstes Büro in der Waschküche im Haus von Petra und Jens-Olaf Pap Platz fand und dessen Finanzen anfangs von der Mutter gemanagte wurden, ist mittlerweile in 25 Ländern weltweit aktiv. Obwohl das Unternehmen international gefragt ist, sehen die Brüder Rostock als ihre Heimat.

„Wir sind echte Rostocker und wollen Rostock als unseren Lebensmittelpunkt halten“, versichert Eyk-Uwe Pap auch die weitere Treue der Familienfirma zu Rostock.

Schiffstaufe der „Wind Express“ in Warnemünde Oberbürgermeister Roland Methling dankte den Baltic-Tauchern am Tag der Schiffstaufe nicht nur für ihre jahrelange Tätigkeit als Havarie-Kommissare der Hanse Sail, sondern im Besonderen für ihre betriebliche und private Verbundenheit zur Hansestadt.

„Dies sind Rostocker, die Maßstäbe setzten! Wir haben viel Anerkennung für unsere Veranstaltungen und unsere Stadt eingefahren durch das Tun dieser beiden Männer“, kommentiert Roland Methling die Erfolgsgeschichte von Eyk-Uwe und Jens-Olaf Pap.

„Seit dem Mai 1993 gab es für uns keinen Tag ohne Arbeit“, freuen sich die Brüder und bedanken sich vor allem bei ihren Mitarbeitern, die sie seitdem für ihr Unternehmen gewinnen konnten.

Nachdem die Baltic-Taucher 2005 ein Schiff der Norwegischen Marine kauften und sich so das erste Offshore-Schiff Deutschlands in ihrem Besitz befand, sind sie nun stolz, ihr neues Schiff, die „Wind Express“ zu präsentieren – das zweite Offshore-Schiff Deutschlands.

Die Windexpress - das neue Offshore-Schiff der Baltic Taucher GmbHDass der Baltic Taucherei- und Bergungsbetrieb auch in Zukunft ein Familienbetrieb bleiben soll, wird durch die Taufe der „Wind Express“ besiegelt, denn die Weihung wurde von Katharina Pap, der Tochter von Jens-Olaf Pap, vollzogen: „Sie steht für das, was auch dieses Schiff in Zukunft ausmacht: Leidenschaft, Ausdauer, Vielseitigkeit, denn sie ist ein richtiges Arbeitstier“, erklärt Roland Methling mit Zustimmung der Pap-Brüder. Ab dem Sommer wird Katharina Pap auch Mitglied der Familienfirma werden.

Die „Wind Express“ ist ein sehr solides, aber kein neues Schiff, wie Eyk-Uwe Pap erklärt. Das Offshore-Schiff hat sich bereits seit mehreren Jahren in der Öl- und Gas-Branche als verlässlich erwiesen.

Tradition und Moderne beim Tauchen Maximal 32 Menschen können auf dem Schiff leben. Die Besatzung besteht aus zwölf Leuten. Offshore-Container auf dem Schiff ermöglichen es, die größere Anzahl an Personen zu beherbergen, die für nächtliche Taucheinsätze und sicherungsbedürftige Offshore-Einsätze nötig sind, wie Pap erklärt. Das Schiff ist für die nächsten Monate schon ausgebucht.

Zur Feier des Tages wird auch der erste Tauchgang vom neuen Schiff vor dem Tauf-Publikum realisiert. Wie ein Symbol der Symbiose aus Tradition und Innovation gingen zwei Taucher vom Schiff – einer mit dem traditionellen Kupferhelm und einer mit dem zurzeit modernsten Tauchgerät der Welt.

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1 Kommentar

  • Karl Bauer sagt:

    Offshore-Schiffe gibt es in Deutschland seit mehr als vierzig Jahren und noch bedeutend größere.
    Es wird das größte Schiff in Rostock sein.
    In den 1970er und 1980er Jahren waren deutsche Reedereien (u. a. VTG AG, DDG Hansa, Unterweser Reederei sowie T&S stark im Offshore-Geschäft tätig.Auf einigen Schiffe habe ich als Taucher gearbeitet. Aktuell sind verschiedene Reedereien in diesem Geschäftsfeld aktiv. E.R. Offshore, ein Unternehmen der Unternehmensgruppe E.R. Schifffahrt,hat eine Flotte von derzeit 11 Schiffen. Hartmann Offshore aus Leer (Ostfriesland) betreibt mittlerweile 12 Offshore-Schiffe. Des Weiteren ist die Bremer Urag in diesem Geschäftsfeld aktiv.

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